mini|Ansicht des ehemaligen Lagers im Jahr 1952 Das Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager Heinrichstraße befand sich am Castroper Hellweg 365 in Hiltrop, Bochum. Es lag gegenüber der Einmündung der Heinrichstraße und zwischen der Frauenlobstraße und der Hiltroper Heide und erstreckte sich über den Bereich des Gerther Dahl hinaus. Seine Abmessungen sind aus Luftbildern der Alliierten gut nachvollziehbar.

Zuvor befand sich hier ein Fest- und Kirmesplatz, der von 1929 bis 1938 für öffentliche Veranstaltungen genutzt wurde. Somit befand sich das Lager, anders als viele andere Lager dieser Zeit, in exponierter Lage. Das Lager beinhaltete elf überwiegend aus Holz gefertigte Baracken, von denen zwei bis drei als Küche, Sanitätsbaracke und Unterkunft des Wehrmachtsbewachungspersonals dienten. Das etwa 11.500 m² große Gelände wurde von einem Stacheldrahtzaun und einem Erdwall umgeben. Bei Kriegsende im Jahre 1945 waren noch mindestens 550 Menschen untergebracht.Stadt Bochum: Ehemaliges Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager „Heinrichstraße“ der Bergbau AG Lothringen und der Eisen- und Hüttenwerke AG.

Die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter arbeiteten bei Bergbau-AG Lothringen und Eisen- und Hüttenwerke AG in Bochum-Gerthe.Geschichtswerkstatt „Unterm Förderturm der Zeche Lothringen“: Standorte der Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiter*innen-Lager der Bergbau AG Lothringen in Bochum-Gerthe und -Hiltrop.

Da die Baracken bis in die 1960er Jahre standen, kann wie bei anderen Lagern eine Nachnutzung als Notunterkunft für Flüchtlinge und Ausgebombte vermutet werden.

Die Geschichtswerkstatt „Kohlengräberland“ arbeitet die Geschichte des Lagers auf.Geschichtswerkstatt „Unterm Förderturm der Zeche Lothringen“: Baracken-Lager „Heinrichstraße“ der Zeche Lothringen I/II in Bochum-Gerthe.Geschichtswerkstatt „Unterm Förderturm der Zeche Lothringen“: Dokumentation zum Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiter*innen-Lager „Heinrichstraße“ (am Castroper Hellweg 365/365b) der Bergbau AG Lothringen und der Eisen- und Hüttenwerke AG in Bochum-Gerthe.Geschichtswerkstatt „Unterm Förderturm der Zeche Lothringen“: Leon Lewandowski und die anderen – Kriegsgefangene und ZwangsarbeiterInnen der Zeche Lothringen. Auf ihre Initiative hin wurde das Gelände 2020 zum Bodendenkmal erklärt. Es ist als B 005 in die Denkmalliste der Stadt Bochum eingetragen.

Siehe auch NS-Zwangsarbeit in Bochum und Wattenscheid KZ-Außenkommando Eisen- und Hüttenwerke AG KZ-Außenkommando Brüllstraße Zwangsarbeiterlager Zeche Lothringen Zwangsarbeiterlager Bergener Straße

Einzelnachweise

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