Edward Osmund Bland (* 15. Juli 1926 in Chicago; † 14. März 2013 in Smithfield, Virginia) war ein amerikanischer Komponist und Filmschaffender.

Leben und Wirken Blands Vater war Postbeamter und zudem Literaturkritiker, der mit Ralph Ellison, Gwendolyn Brooks und Langston Hughes befreundet war. Nach Ableistung des Wehrdienstes während des Zweiten Weltkriegs studierte er aufgrund der G.I. Bill Musikwissenschaft an der University of Chicago und Komposition am American Conservatory of Music.

In den späten 1930er Jahren begann Bland in Chicago im Jazzgenre mit der Musik. Er schrieb, produzierte und führte Regie in dem Kurzfilm The Cry of Jazz (1959), der zunächst häufig missverstanden wurde, aber 2010 als „historischer und faszinierender Film, der Rassismus und die Aneignung des Jazz durch diejenigen thematisiert, die seine künstlerischen und kulturellen Ursprünge nicht verstehen“ von der Library of Congress in ihre National Film Registry aufgenommen wurde. In den frühen 1960er Jahren zog er nach New York City, wo er für Clark Terry, Lionel Hampton, Roz Croney, Blues Project/Sun Ra (Batman and Robin), Eric Kloss, Junior Wells, Jimmy Norman, Harold Vick und Phil Upchurch arrangierte und komponierte, dann auch für George Benson und Dizzy Gillespie. Auch produzierte er Big Mama Thornton (Jail, 1975). Später komponierte er atonal unter Verwendung von Schönbergs Zwölftonsystem. Sein Piece for Chamber Orchestra (1979) wurde stark beachtet. Zu seinen Kompositionen zählt weiterhin ein Konzert für elektrische Violine und Kammerorchester und Sketches Set Seven für Klavier solo, das Althea Waites auf ihrem Album Black Diamonds (1993) einspielte. Werke für Flöte nahm Danilo Lozano für Tonträgerveröffentlichungen auf.

Bland verbrachte 20 Jahre in Los Angeles, wo er für Film und Fernsehen komponierte und orchestrierte. Er war musikalischer Leiter beim Soundtrack des Spielfilms Ganja & Hess (1973). Als Orchestrator arbeitete er weiterhin am Spielfilm Sergeant Waters – Eine Soldatengeschichte (1984). Zudem verfasste er die Musik für das Fernsehspiel „A Raisin in the Sun“ (1989). Dann zog er nach Smithfield, Virginia, wo er 2013 eine Perkussions-Tanzsuite mit dem Titel „Penderecki Funk“ fertigstellte. Sein Nachlass ist in der Yale University archiviert.

Diskographische Hinweise Urban Classical – The Music of Ed Bland (Cambria Records 1986) Danilo Lozano, Virtual World Percussion Ensemble, Ed Bland: Dancing Through the Walls (Delos 1998) Ed Bland, Judith Olson: Urban Counterpoint – The Piano Music of Ed Bland (Cambria Records 2019)

Weblinks Webpräsenz

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Filmregisseur Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann