mini|hochkant|Wappen derer von Senden (I.) im Wappenbuch des Westfälischen Adels Senden ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.
Die Familie ist möglicherweise trotz der Wappenungleichheit eines Stammes mit den gleichnamigen Herren von Senden zu Senden. Nicht stammverwandt ist die Familie hingegen mit den Droste zu Senden und den (Schuler) von Senden.
Geschichte mini|Burgstall des abgegangenen Hauses Senden bei Olfen, 2021 Das Geschlecht hatte seinen nach ihm benannten Stammsitz auf Haus Senden bei Olfen.Spießen (1901–1903), S. 118. Das Haus erscheint 1378 erstmals als „Haupthof zu Papenhalsle“, mit dem Hermann von Senden als Burgmann auf der bischöflich-münsterschen Landesburg Rechede in Rechede (Olfen) belehnt wurde. Dieser Hermann von Senden erhielt darüber hinaus Lehen des verstorbenen Gottfried von Rechede, nämlich die Höfe tor Voit und Mengerinck, Otingtorpe (Autermann), tor Brüge und Reckelsum.Schwieters (1891), S. 352.
Zur Familie gehören auch der 1424 mit dem Familienwappen siegelnde Johann von Senden sowie der 1439 ebenfalls mit dem Wappen siegelnde Rolef von Sendene, Sohn eines damals bereits verstorbenen Friedrich von Senden.Fahne (1858), S. 362. Ferner siegelte 1434 ein Hermann von Senden und 1441 ein Johann von Senden mit dem Doppelbalkenwappen.Ilgen (1894–1900), S. 60 und Tfl. 145, Nr. 4 und 5.
1468 verkaufte Engelbert von Senden, offenbar der letzte Angehörige des Geschlechts, dessen Vater wohl Hermann von Senden war,Schwieters (1891), S. 361. das Haus Senden an Lubbert von Morrien.Ludorff (1895), S. 75. Laut Max von Spießen existierte die Familie noch 1504.Schwieters (1891), S. 361.
Wappen Blasonierung: In Rot zwei silberne Balken. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein offener roter Flug, jeder Flügel mit drei silbernen Balken belegt.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 362 (Google Bücher). Theodor Ilgen: Die westfälischen Siegel des Mittelalters. IV. Heft (123 Tafeln in Lichtdruck, enthaltend die Siegel von Adligen, Bürgern und Bauern), Münster 1894–1900, S. 60 (uni-muenster.de) und Tfl. 145, Nr. 4 und 5 (uni-muenster.de). Albert Ludorff (Bearb.): Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 1 (Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Lüdinghausen), Münster 1895, S. 75 f. (Google Bücher). Julius Schwieters: Geschichtliche Nachrichten über den westlichen Theil des Kreises Lüdinghausen, Münster 1891, S. 352 (uni-muenster.de) u. 361 (uni-muenster.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 118 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 297 (hhu.de).
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Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht