mini|Monumento Frei Bruno (2015) Bruno Linden (* 9. September 1876 in Düsseldorf als Hubert Linden; † 25. Februar 1960 in Joaçaba, Brasilien) war ein Franziskaner und Brasilien-Missionar. Zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläums wurde ihm im Jahr 2003 in Brasilien ein 30 Meter hohes Monument errichtet, das drittgrößte Amerikas.
Im Jahr 2013 wurde ein Seligsprechungsverfahren für Bruno Linden eröffnet.
Werdegang Hubert Lindens Eltern waren der Fabrikarbeiter Hubert Linden († 13. März 1894) und dessen Ehefrau Cäcilia. Die Familie wohnte in Düsseldorf-Oberbilk, Eifeler Straße 12. Im Alter von 17 Jahren trat er zur Ausbildung als Novize der Franziskaner in das Seminar der Sächsischen Franziskanerprovinz (Saxonia) zu Harreveld bei Winterswijk im Ort Gelze in Gelderland (Niederlande) ein, wohin die deutschen Franziskaner wegen des Kulturkampfs in Preußen ausgewichen waren. Hier erhielt er den Ordensnamen Bruno. Von dort aus wurde er als Missionar nach Brasilien gesandt, wo die Ordensprovinz Saxonia seit 1891 tätig war.
In Salvador im Bundesstaat Bahia, Brasilien schloss Linden sein Noviziat ab, an das sich ein Philosophie- und Theologiestudium anschloss. Sein Ordensgelübde legte Bruder Bruno am 19. Mai 1898 ab.
Im Jahr 1899 zog er zur Vertiefung des Theologiestudiums für zwei Jahre nach Petrópolis im Bundesstaat Rio de Janeiro. Am 1. Mai 1901 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Im Herbst desselben Jahres wurde er in die Franziskanerprovinz vom hl. Antonius in Nordbrasilien inkorpiert, die am 14. September 1901 aus der Sächsischen Franziskanerprovinz ausgegliedert wurde. Als Priester wanderte er jetzt über die Stationen Gaspar, São José und die Residenz von Não-Me-Toque zum Franziskanerkloster zu Rodelo (Bundesstaat Santa Catarina), dem das Noviziat für den Ordensnachwuchs der Provinz St. Antonius angegliedert war. Hier genoss er hohes Ansehen.
Im Jahr 1945 erfolgte seine Versetzung nach Estêves Júnior und als Oberer und Koadjutor nach Xaxim, beide im Bundesstaat Santa Catarina. Hier war er zwei bis drei Jahre Guardian des Franziskanerkonvents, die übrige Zeit bis 1956 als Koadjutor.
Seit 1956, 80 Jahre alt, lebte er in Joaçaba (Santa Catarina). Trotz eines dem Alter geschuldeten Kräfteverlusts und Krankheit kümmerte er sich neben weiterer seelsorgerischer Tätigkeit um arme Kinder und Strafgefangene. Am 25. Februar fanden ihn seine Brüder tot in seinem Zimmer.
Außer der Statue widmet sich in Joaçaba das Museu Frei Bruno Linden seinem Gedenken.Joaçaba. mapy.com/de/turisticka, abgerufen am 9. April 2026. Bis zu 40.000 Teilnehmer nehmen noch heute an Prozessionen zu seiner Erinnerung teil.
Zur Begründung für die von den brasilianischen Franziskanern beantragte Seligsprechung ihres Bruders Bruno werden unter anderem drei mutmaßlich durch seine Fürsprache verursachte Wunder angeführt.
Weblinks
Einzelnachweise Marc Ingel: Ein Oberbilker wird selig. Helmut Moll hat sich auf die Spuren von Hubert Linden begeben. Der Oberbilker Franziskaner und Brasilien-Missionar könnte der erst Düsseldorfer werden, der selig gesprochen wird. In: Rheinische Post, Düsseldorf, 8. April 2026, S. C6.
Linden Bruno Kategorie:Katholischer Missionar Kategorie:Geboren 1876 Kategorie:Gestorben 1960 Kategorie:Mann Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Brasilien) Kategorie:Eröffneter Seligsprechungsprozess