alternativtext=Dieses Rennen gilt als Vorläufer der Pizzacup-Wettfahrten.|mini|Vorläufer des Pizzacup: Secret Downhill Race Zürich alternativtext=Wenig später fand das erste Rennen unter dem Namen Pizza Cöp statt.|mini|Pizza Cöp Zürich 1996 Pizzacup ist der Name einer verbandsunabhängigen Serie von Mountainbike-Veranstaltungen, die seit 1996 in unregelmässiger Folge grösstenteils in der Stadt Zürich, mehrheitlich im Kanton Zürich, vereinzelt aber auch in anderen Regionen der Schweiz stattfinden.

Wie der Name vermuten lässt, stehen Leistungen und Resultate nicht im Vordergrund. Trotzdem nahmen besonders in den ersten Jahren auch professionelle Cross-Country- und Downhill-Athleten an den Rennen teil. In den Jahren, in denen eine Jahreswertung geführt wurde, war der Hauptpreis für den Gesamtsieger und die Gesamtsiegerin eine Pizza.

Die Anfänge alternativtext=|mini|Pizzacup – alternative Mountainbike-Kultur Zürich alternativtext=|mini|Pizzacup – Mountainbike-Rennen mit speziellen Formaten Vorläufer der Pizzacup-Rennen war ein Downhill-Mountainbike-Rennen am Uetliberg, das der in Zürich wohnhafte Mountainbiker Christian Braun organisierte. «1ST SECRET DOWN HILL RACE Züri 1996» war der Name. Der erste Sieger, Alec Wohlgroth, anerbot sich, das nächste Rennen mitzuorganisieren. Das nächste Rennen hiess «Pizza Downhill Cöp». 

Neuer Name Ein halbes Dutzend Zürcher Mountainbiker führten ab 1997 den Pizzacup als Rennserie mit Jahres-Gesamtwertung durch. Die meisten Wettkämpfe waren Downhill-Rennen, es gab aber auch Rennen über längere Strecken, die auf und ab führten und bei denen oft entweder Ortskenntnis oder gute Kartennavigation gefordert waren, um die Strecke korrekt abzufahren.

Die Veranstalter des Pizzacup distanzierten sich von Rennen, die vom Schweizer Radfahrerbund (heute Swiss Cycling) anerkannt waren. Veranstaltungsnamen wie «Teilchenverschrotter», «Altberger Schlammparty», «Lost in the Green» oder «Harakiri Massiv» zeigten, dass die Wettkämpfe nicht ganz ernst gemeint waren – oder wie es die Veranstalter später einem Journalisten des Magazins Ride erklärten: «nur zum Spass, aber Hardcore».

Manchmal waren auch Profis wie Thomas Frischknecht, Urs Thoma oder Thomas Kalberer unter den Teilnehmern. Sie tarnten sich aber mit einem Pseudonym, weil der Schweizer Radfahrerbund (heute Swiss Cycling) den lizenzierten Fahrern verbot, an Rennen teilzunehmen, die nicht vom Verband anerkannt waren. mini|Pizzacup Forest Transformers 2009 Die Rennen waren zudem bewusst einfach organisiert. Das Material wie Startnummern, Streckenmarkierungen und Ähnliches fand in einem Fahrradanhänger Platz. Die Veranstalter haben bis heute nie eine Bewilligung für ihre Anlässe eingeholt – diese ist bei Veranstaltungen dieser Grösse auch nicht nötig, wie sie juristisch abgeklärt hatten. Medienschaffende bezeichneten sie fälschlicherweise als illegal.

Zum Saisonabschluss fand in den späten Neunziger- und frühen Nullerjahren jeweils eine Party statt, an der die Gesamtsiegerin und der Gesamtsieger ihre Pizza überreicht erhielten.

Abkehr von Mountainbike-Rennen mini|Pizzacup Lost in Transmission In den Nullerjahren führten die Veranstalter vor allem Mountainbike-Touren und Rundfahrten durch. Während mehrerer Jahre gab es keine Rennen mehr. Seit den Neunzigerjahren findet zudem jährlich der Mountainbike-Flohmarkt «Teilchenbeschleuniger» statt.

Zurück zum Wettkampf mini|Pizzacup Züri Enduro 2014 Ab den 2010er-Jahren führten die Veranstalter wieder einzelne Rennen durch, so ein Enduro-Rennen oder ein Eis-Speedway-Rennen («Eisbein») mit Spikes-Reifen auf einer Kunsteisbahn.

Diskussion um Legalität des Mountainbikefahrens auf schmalen Wegen 2018 führte Pizzacup mit dem Uetliberg Brevet ein neues Format ein, eine Orientierungsfahrt auf Singletrails am Uetliberg. Da zu jener Zeit die Stadt Zürich rechtswidrig das Befahren schmaler, aber auf den Landestopografiekarten verzeichneter Wege als illegal bezeichnete, verlegte Pizzcaup die Veranstaltung zuerst an den Zürichberg und stellte sie dann ganz ein. Stattdessen waren an den einmal pro Jahr stattfindenden Veranstaltungen bestimmte Plätze aufgrund von Ortskenntnis oder Kartenlesekunst zu finden, Fragen zu beantworten und Fotos zu schiessen, die das Erreichen des Orts belegten. Der Pizzacup geriet in jener Zeit in die Diskussion, wo Mountainbiker fahren dürfen und wo nicht. Dieser Diskussion bereitete zuerst ein Gerichtsurteil – Pizzacup-Gründer Alec Wohlgroth hatte gegen eine Busse erfolgreich Rekurs eingelegt – und schliesslich Ende 2025 das Mountainbike-Konzept des Kantons Zürich ein Ende.

Weblinks Offizielle Website des Pizzacups

Einzelnachweise

Kategorie:Mountainbike-Wettbewerb Kategorie:Radsportwettbewerb in der Schweiz Kategorie:Erstveranstaltung 1996