Johannes Eitle (* 18. Januar 1855 in Göppingen; † 21. September 1932 in Tübingen) war ein deutscher evangelischer Theologe und Pädagoge.Eitle, Johannes. In: Württembergische Kirchengeschichte Online (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 6. April 2026).

Leben und Wirken Johannes Eitle studierte nach dem Besuch des Evangelisch-theologischen Seminars Blaubeuren Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er war 1873 Mitgründer und seitdem Mitglied der Studentenverbindung Lichtenstein Tübingen.Lichtenstein e.V. (Hrsg.): Der Tübinger Lichtenstein 1873–1933, 1933, Seite 45. Er legte in Tübingen 1877 die erste theologische Dienstprüfung und war bis 1879 war er Vikar der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Schwäbisch Gmünd und Urach. Von 1879 bis 1883 arbeitete er als Repetent am Evangelischen Stift Tübingen und bis 1889 als Diakon (zweiter Pfarrer) in Balingen. Im Jahre 1889 wurde er Gymnasialprofessor am Evangelisch-theologischen Seminar Urach und promovierte 1892 an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1910 wurde Eitle Leiter (Ephorus) des Evangelischen Seminars Urach. Neben philosophischen Schriften und Arbeiten über Friedrich Schleiermacher beschäftigte sich Johannes Eitle mit der Geschichte der evangelisch-theologischen Seminare in Württemberg.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Grundlinien zu einer Theorie der Erkenntnis (= Programm des Königlich-Württembergischen Evang.-theol. Seminars Urach). Bühler, Urach 1890. Grundriss der Philosophie. Mohr, Freiburg i. Br. 1892. Friedrich Schleiermacher. In: Karl Adolf Schmid/Georg Schmid (Hrsg.): Geschichte der Erziehung von Anfang an bis in unsere Zeit. Bd. 4,2. Cotta, Stuttgart 1898, S. 636–752. Schleiermacher als Erzieher (= Programm des Königlich-Württembergischen Evang.-theol. Seminars Urach). Bühler, Urach 1902. Die einstigen Klosterschulen und jetzigen niederen evangelisch-theologischen Seminarien in Württemberg. In. Julius Brügel u. a.: Die Gruppe Württemberg (= Beihefte der Mitteilungen der Gesellschaft für Deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte, Bd. 11). Hofmann, Berlin 1906.

Der Unterricht in den einstigen württembergischen Klosterschulen von 1556–1806 (= Beihefte zur Geschichte der Erziehung und des Unterrichts, Bd. 3). Weidmann, Berlin 1913. Das evangelisch-theologische Seminar in Urach von 1818 bis 1920. Den "alten" Urachern gewidmet. Schnürlen, Tübingen 1920.

Einzelnachweise

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