mini|Grab von Mieczysław Klimaszewski in Krakau Mieczysław Marian Klimaszewski (* 26. Juli 1908 in Stanisławów; † 27. November 1995 in Krakau) war ein polnischer Geograph, Geomorphologe und Politiker. Er war Vorsitzender des Krakauer Komitees der Front der Nationalen Einheit„Dziennik Polski“, r. XXXVIII, nr 117 (11 701), S. 1. und Abgeordneter des Sejm der Volksrepublik Polen in der 4. und 5. Legislaturperiode. Von 1965 bis 1972 war er Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Polnischen Staatsrats.

Leben Sein Vater war Lehrer für Physik und Mathematik an Gymnasien in Stanisławów und Jarosław. Er besuchte die Grundschule in Krakau. Nach seinem Abschluss 1927 am 5. Staatlichen J. Kochanowski-Gymnasium in Krakau studierte er Geographie und Geologie an der Jagiellonen-Universität, wo er 1931 seinen Master of Philosophy im Fach Geographie erwarb. 1933 promovierte er dort.

In den Jahren 1928–1939 und 1945 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Jagiellonen-Universität, ab 1949 war er Professor an dieser Hochschule; zwischendurch war er als Professor an der Universität und der Technischen Hochschule in Breslau tätig. Von 1952 bis 1978 war er Direktor des Instituts für Geographie der Jagiellonen-Universität und von 1953 bis 1968 Direktor des Instituts für Geographie der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Von 1964 bis 1972 war er Rektor der Jagiellonen-Universität. Er war seit 1966 korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und seit 1961 der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.Mitgliedseintrag von Mieczyslaw Klimaszewski bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

Von 1965 bis 1972 war er parteiloser Abgeordneter des Sejm der Volksrepublik Polen in der 4. und 5. Legislaturperiode; im Juni 1965 wurde er zum Mitglied des Staatsrats gewählt und im Dezember desselben Jahres zum stellvertretenden Vorsitzenden des Staatsrats (dieses Amt bekleidete er bis März 1972 bis zum Rücktritt des Staatsratsvorsitzenden Józef Cyrankiewicz). In den Jahren 1967–1972 war er auch Vorsitzender des Obersten Rates der Gesellschaft für Verbindungen mit der polnischen Diaspora „Polonia“.

Im Juni 1968 wurde er Mitglied des Ehrenkomitees für die Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus.„Urania“, nr 3, marzec 1969, s. 84. Als stellvertretender Vorsitzender des Staatsrats vertrat er Polen 1969 bei der Beisetzung des ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower und 1971 bei den Feierlichkeiten zum 2500-jährigen Bestehen des Persischen Reiches.

Er starb in Krakau und wurde auf dem Rakowicki-Friedhof beigesetzt (Grabfeld XXXVI-9-4).

Ehrungen

Alexander-von-Humboldt-Medaille (1959) Patron's Medal der Royal Geographical Society (1978) Orden Polonia Restituta (Großkreuz 1989, Kommandeur 1964, Offizier 1954) Ordre national du Mérite (Frankreich) Ehrendoktorwürden: Universität Jena Universität Kiew Universität Bratislava Alliance College (Cambridge Springs, USA) Universität St. Andrews Universität Uppsala Universität Katowice Mitgliedschaften: Polska Akademia Umiejętności Polnische Akademie der Wissenschaften Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (korrespondierendes Mitglied, ab 1966) Finnische Akademie der Wissenschaften Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, ab 1961 Polskie Towarzystwo Geologiczne

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert) Kategorie:Rektor (Jagiellonen-Universität) Kategorie:Politiker (Polen) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Großkreuz) Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Volksrepublik Polen) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann