Stirb nicht, ohne mir zu sagen, wohin du gehst (Originaltitel: No te mueras sin decirme adónde vas) ist ein argentinischer Farbfilm unter der Regie von Eliseo Subiela nach seinem eigenen Drehbuch, der am 15. Juni 1995 seine Erstaufführung hatte, und in dem Darío Grandinetti, Mariana Arias, Oscar Martínez und Mónica Galán die Hauptrollen spielten.

In Deutschland kam er am 15. Juli 1999 in die Kinos. Davor war er bereits am 9. August 1998 in der ARD unter dem Namen Tango der Träume ausgestrahlt worden.

Handlung Leopoldo ist der schüchterne Besitzer und Filmvorführer eines maroden Stadtteilkinos in Buenos Aires. Er hat Mühe, über die Runden zu kommen, weil immer weniger Menschen ins Kino gehen. Deshalb könnte auch er bald sein Geschäft schließen müssen. Auch die Beziehung zu seiner Frau Susana ist schwierig. Sie kann keine Kinder bekommen, was die ohnehin schon angespannte Ehe zusätzlich belastet. Außerdem stört sie sich an dem exzentrischen Verhalten ihres Mannes. Er nimmt z. B. eine Topfpflanze überallhin mit und führt mit ihr Gespräche. Dies ist eigentlich nur ein Teil seiner Beschäftigung mit seiner heimlichen Leidenschaft: die Erfindung des „Traumkollektors“, eines Geräts, mit dem sich Träume von Menschen sichtbar machen und aufzeichnen lassen. Auch sein Freund Oscar ist Erfinder, mit dem er sich intensiv austauscht. Oscar hat den Roboter Carlitos gebaut, “ein Metallkörper mit argentinischem Herzen”, wie dieser sich selbst vorstellt.

In den Aufnahmen seiner eigenen Träume sieht Leopoldo immer wieder eine junge Frau in altmodischer Kleidung, in die er sich unsterblich verliebt. Nach und nach stellt er fest, dass dieses Gerät auch die Seelen der geträumten Personen einfangen kann. So betritt der Geist von Rachel, einer jungen Frau aus dem späten 19. Jahrhundert, die nur er sehen kann, sein Leben. Sie erzählt ihm, dass sich ihre und seine Seelen über Jahrhunderte hinweg in verschiedenen Reinkarnationen immer wieder getroffen und geliebt haben. In einem früheren Leben war er ihr Mann gewesen. Sein Name war damals William und er arbeitete 1885 in New York als Assistent von Thomas Alva Edison an der Erfindung einer Technik, „die alle Menschen auf der Welt zur selben Zeit denselben Traum träumen ließ“.

Durch Rachel erweckt, geht Leopoldos Liebe sogar so weit, dass sich seine Beziehung zu Susana, seiner eigenen Frau, deutlich verbessert. Als sie schließlich doch schwanger wird, bekommen die nun überglücklichen Eltern eine Tochter. Im letzten Moment wird klar, dass diese geliebte Tochter die Reinkarnation von Rachels Seele ist.

Kritik

Wolfgang Hamdorf vergleicht in seiner Kritik für das Lexikon des internationalen Films die Geschichte mit dem Tango: "pathetisch, sentimental und auch mit augenzwinkerndem Humor". Er beschreibt den Film als einen ebenso eigenwilligen wie faszinierenden Kosmos, der sich im Rahmen eines bizarren magischen Realismus entwickelt, und in dem Skurriles, Ironisches und Sentimentales bruchlos ineinander fließen, immer nah an der Grenze zum Kitsch balancierend.

Auszeichnungen

Cóndor de Plata Preise des argentinischen Verbands der Filmkritiker, 1996 Bester Nebendarsteller für Tincho Zabala Beste Filmmusik für Pedro Aznar Nominierung für Beste Nachwuchsdarstellerin für Mariana Arias Nominierung für Beste Kamera für Hugo Colace Nominierung für Bestes Szenenbild für Margarita Jusid Chicago International Film Festival, 1995 Nominierung für Beste Regie für Eliseo Subiela Internationales Filmfestival Freiburg, 1996 Grand Prize für Eliseo Subiela in der Kategorie Langfilme Filmfestival von Montreal, 1995 Publikumspreis für Eliseo Subiela Sitges Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya, 1995 Bestes Drehbuch für Eliseo Subiela

Weblinks

Información sobre No te mueras sin decirme adónde vas en el sitio del cine nacional

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1995 Kategorie:Argentinischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Liebesfilm Kategorie:Fantasyfilm Kategorie:Science-Fiction-Film Kategorie:Filmwirtschaft im Film