Die Rapidus Corporation () ist ein japanischer Halbleiterhersteller mit Hauptsitz in Chiyoda, Tokio.

Geschichte mini| Im Bau befindliche Rapidus-Fabrik bei Tokio Unter Leitung von Japans Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) gründeten acht japanische Unternehmen im August 2022 das Joint Venture Rapidus. Das Ziel ist eine Basis für die Entwicklung und Herstellung von next-generation-Halbleitern zu schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Industrie zu stärken und das Risiko einer zu starken Abhängigkeit von Taiwan zu minimieren. Die Produktion von Integrierten Schaltungen mit Strukturgrößen von 2 nm soll 2027 aufgenommen werden.

Die acht beteiligten Unternehmen sind: Kioxia (Flash-Speicher-Hersteller) Sony (Elektronik-Konzern) Softbank (Holding) Toyota Motor (Autohersteller) Denso (Automobilzulieferer) NTT (Telekommunikationsunternehmen) NEC (Elektronik-Konzern) Bank of Tokyo-Mitsubishi (Bank) Der japanische Staat hält derzeit (2026) rund 40 % der Anteile.

2022 gingen Rapidus und IBM eine strategische Partnerschaft ein, um einen Prozess zur Herstellung von ICs mit Strukturgrößen von 2 nm auf Basis einer IBM-gate-all-around-Technologie (GAA-FET) zur Produktion zu bringen. Mit einem Memorandum of Understanding ging Rapidus 2022 eine Partnerschaft mit imec in Belgien ein, wobei imec einen Teil der Produktionsanlagen stellt.

Knapp drei Jahre nach Gründung zeigte Rapidus die ersten selbst hergestellten Muster-Wafer. Die Massenproduktion soll 2027 beginnen, wobei Rapidus, anders als andere Hersteller, die üblicherweise dutzende Wafer im Batch-Betrieb auf einmal produzieren, zunächst die Wafer einzeln in einer Single-Wafer-Prozesslinie herstellen. Damit können Kunden bedient werden, die Custom-Chips in kleinerer Auflage benötigen.

2026 wird Rapidus auch mit der Entwicklung eines 1,4-nm-Prozesses beginnen, der ca. 2029 in Produktion gehen soll.

Fabrik Rapidus begann den Bau einer ersten Fabrik (IIM-1) in Chitose auf Hokkaidō im September 2023.

Eine Packaging-Fabrik errichtet Rapidus in der Nähe auf dem Campus von Seiko Epson.

Kosten Um sein Ziel für die Massenproduktion von Halbleitern zu erreichen, schätzt Rapidus die Kosten auf ca. 5 Billionen Yen (ca. 27 Mrd. Euro). Davon hat die japanische Regierung bisher (2025) ca. 1,72 Billionen Yen (ca. 9,4 Mrd. Euro) zur Verfügung gestellt und die beteiligten Investoren erst ca. 7,3 Mrd. Yen (ca. 40 Mio. Euro).

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Einzelnachweise

Kategorie:Hardwarehersteller (Japan) Kategorie:Halbleiterhersteller Kategorie:Unternehmensgründung 2022