Franz Eduard Desberger (auch Eduard Desberger; * 6. Januar 1786 in München, Kurfürstentum Bayern; † 20. Mai 1843, Königreich Bayern) war ein deutscher Mathematiker und Hochschullehrer.
Leben Desberger entstammte einer Handwerkerfamilie. Von 1792 bis 1797 besuchte er die Volksschule in München. Dort wurde seine Begabung erkannt. Durch Gönner wurde ihm die weitere schulische Ausbildung ermöglicht, ebenso wie ab 1804 das Studium am hochschulischen Lyzeum in München. Anschließend war er von 1807 bis 1814 bei der Steuerkatasterkommission angestellt. Im Anschluss bestand er das Lehrerexamen. Von 1816 bis 1818 unterrichtete er am Institut von Philipp Emanuel von Fellenberg in Bern.
Desberger wurde im März 1822 zum Professor der Physik und Mathematik am Lyzeum Dillingen berufen, im April 1822 als solcher an die neugegründete Landwirtschaftsschule am Staatsgut Schleißheim, die später nach Weihenstephan umzog. 1827 erhielt er eine außerordentliche Professur der Mathematik an der Universität München und zugleich eine Professur an der neugegründeten Polytechnischen Schule München, deren Inspektor er ab 1830 war. 1841 übernahm er, neben seiner Professur an der Universität, das Rektorat der Schule.
Desberger redigierte ab 1828 das Kunst- und Gewerbeblatt des Polytechnischen Vereins für das Königreich Bayern. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Zentralverwaltungsausschusses des Vereins. Ab 1832 war er zudem Mitglied des Reorganisationskomitees für die technischen Schulen, später wurde er auch Prüfungskommissär. Ab 1842 war er außerordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Ein Teil seines Nachlasses befindet sich in der Burgerbibliothek Bern.
Werke (Auswahl) Über öffentlichen Unterricht überhaupt, und über polytechnische Schulen insbesondere, Jenisch und Stage, Augsburg 1827. Algebra oder die Elemente der mathematischen Analysis, Franz, München 1831. Arithmetik, von der Rechnung mit benannten Zahlen angefangen, München 1832 (3. Auflage als Lehrbuch der Arithmetik, Franz, München 1847). Die Statik der festen Körper, München 1835. Über den Standpunkt der Technik seit dem letzten Frieden, München 1841.
Literatur Franz Eduard Desberger. In: Neuer Nekrolog der Deutschen, 21. Jahrgang auf das Jahr 1843, 1. Theil, Voigt, Weimar 1845, S. 474–483.
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