mini|hochkant|Daizō Takeuchi, 1932 Daizō Takeuchi (, auch Taizō Takeuchi; geb. 3. Februar 1873 in Sōka, Präfektur Saitama; gest. 23. März 1946 in Tokio) war ein japanischer Germanist und Sprachpädagoge. Als langjähriger Professor an der Fremdsprachenschule Tokio (heute Tokyo University of Foreign Studies) prägte er maßgeblich die Entwicklung der deutschen Sprachausbildung in Japan in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Frühe Jahre und Ausbildung Takeuchi wurde 1873 in Sōka-machi, Präfektur Saitama (heute Sōka) als zweiter Sohn des Arzneimittelhändlers Takeuchi Sakuzō und dessen Ehefrau Nami geboren. Im Jahr 1900 schloss er sein Studium der deutschen Literatur an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Kaiserlichen Universität Tokio (heute Universität Tokio) ab.
Akademische Laufbahn Unmittelbar nach seinem Studium wurde er zum Professor an der Fremdsprachenschule Tokio (heute Tokyo University of Foreign Studies) ernannt. Von 1907 bis 1914 lehrte er als Professor an der 7. Höheren Schule „Zōshikan“ in Kagoshima, bevor er 1914 an die Fremdsprachenschule Tokio zurückkehrte. Dort lehrte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1932. Auch danach blieb er der Institution bis 1939 als Lehrbeauftragter verbunden. Parallel zu seiner Haupttätigkeit unterrichtete er an der Höheren Handelsschule Tokio (heute Hitotsubashi-Universität) sowie an der privaten Dokkyo-Schule (heute Dokkyō-Universität).
Aufenthalt in Deutschland und Wirken Zwischen 1909 und 1911 hielt sich Takeuchi als Stipendiat des japanischen Bildungsministeriums in Deutschland auf und vertiefte seine Studien an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin).
Nach seiner Rückkehr engagierte er sich stark für die Popularisierung der deutschen Sprache in Japan. Er fungierte als Dozent des landesweit ersten deutschen Sprachkurses im Radio.Yomiuri Shimbun, Morgenausgabe vom 22. Juli 1929, S. 4, „Beginn der Sommerkurse“. In der Vorstellung der Dozenten heißt es: „Auch Herr Daizō Takeuchi für Deutsch hielt außerordentlich sorgfältige und verständliche Vorlesungen, die selbst für Anfänger gut nachvollziehbar waren, und erhielt dafür großes Lob von den Hörern.(in Japanisch)“ Zudem wurde er 1918 zum außerordentlichen Kommissar für höhere Staatsprüfungen ernannt, womit er die Standards der nationalen Sprachprüfungen in Japan mitgestaltete.
Ehrungen Junior vierter Hofrang (従四位)Teil des japanischen Hofrangsystems (位階). Verdienstorden vierter Klasse (勲四等)
Werke
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Germanist Kategorie:Hochschullehrer (Japan) Kategorie:Person (deutsch-japanische Beziehungen) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1873 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Mann