mini|Kirche Purschwitz mini|Ansicht mit Friedhof Die evangelische Kirche Purschwitz () ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Purschwitz von Kubschütz im Landkreis Bautzen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Purschwitz im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die wohlproportionierte Saalkirche mit massivem Ostturm steht innerhalb des ummauerten Kirchhofs mit Torbogen. Sie entstand in den Jahren 1719–22 durch Erweiterung eines älteren Bauwerks. Im Jahr 1724 wurde der Turm erbaut. Nach einem Brand erfolgte der Wiederaufbau in den Jahren 1814–16. Restaurierungen wurden in den Jahren 1840, 1892, 1970 (außen) und 1995 (innen) durchgeführt.

Das schlichte Bauwerk erhebt sich über nahezu quadratischem Grundriss und ist mit einfacher Putzgliederung und Krüppelwalmdach versehen. Große Rundbogenfenster erhellen das Innere, verschiedene Eingangsvorbauten sind angebaut. Der kräftige quadratische Turm trägt ein Pyramidendach.

Der flach gedeckte Innenraum ist mit zweigeschossigen, umlaufenden Holzemporen versehen und wird durch die weiß-grüne Farbgebung geprägt. Die Turmhalle ist mit Kreuzgratgewölbe geschlossen.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein eleganter, weiß gefasster Kanzelaltar vom Anfang des 19. Jahrhunderts, der mit seitlichen Pilastern und Schmuckgesims und vergoldeten Festons gegliedert ist. Der achteckige, kelchförmige Taufstein aus Marmor mit Profilierungen ist auf das Jahr 1886 datiert.

Die Orgel mit klassizistischem Prospekt ist ein Werk von Leopold Kohl aus dem Jahr 1859 mit 17 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

Umgebung Auf dem Friedhof befinden sich zwei Grüfte in der Form eines offenen Säulenbaus mit rückwärtiger Wand und Walmdach aus dem 17. Jahrhundert. Die andere Halle mit Giebeldach stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts.

An der Friedhofsmauer erinnert ein Grabmal an Christoph Schlencker († 1728), das aus einer von plastischem Rankenwerk umgebenen Schriftplatte besteht, über der zwei Engel mit bewegten Gewändern eine Krone und ein Kreuz halten.

Das Grabmal des Johann Friedrich Petschke († 1764) besteht aus einem rankengerahmten Schriftfeld, über dem zwei Engel eine Krone halten, unten ein Geistlicher mit Kreuz, dessen Rechte eine aus den Wolken gestreckte Hand erfasst. Zu seinen Füßen sind Anker und Kreuz dargestellt.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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