Friedrichssegen ist ein Ortsteil der Stadt Lahnstein im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis.

Geografie Der Ort liegt entlang des Erzbachtales, das etwa 2,5 km südöstlich des heutigen Ortskerns beginnt und mit dem Eintreten als linker Nebenfluss in die Lahn kurz östlich des Ortes endet. Teile des Ortes nördlich des Erzbaches gehören zur Gemeinde Frücht. Friedrichssegen hat eine Abfahrt an der Bundesstraße 260, die als K 67 durch den Ort (im Ort Ahl und Früchter Straße) nach Frücht führt. Der Bahnhof Friedrichssegen an der Lahntalbahn entstand 1884.zielbahnhof.de: Bahnstation Friedrichssegen. Abgerufen am 4. April 2026 Zu den Siedlungen von Friedrichssegen gehören Kölsch Loch (auch Köllnisches Loch genannt), Neue Welt und Tagschacht.

Geschichte Als Grube Diefendahl wurde 1220 erstmals der Bergbau in der Gegend erwähnt. Erstmals als Auel (Ahl) erwähnt wurde der Ort 1358 bei einem Verkauf eines Landgutes von Conrad von Liebenstein an das Kloster Arnstein.Chronologie auf der Webseite des Bergbaumuseums Friedrichsegen, abgerufen am 4. April 2026 Ab dem 19. Jahrhundert ist die Geschichte des Ortes eng mit der Grube Friedrichssegen und der Bergbau-AG Friedrichssegen verbunden, die 1913 Konkurs ging. Die heutige Schule wurde 1929 erbaut und ersetzte die Schulen in Kölsch Loch und in der Neuen Welt. Ab 1938 verließen die letzten Familien die maroden Häuser der Siedlung Tagschacht, die dann ab 1941 für jüdische ZwangsarbeiterBundeszentrale für politische Bildung: Arbeitslager Lahnstein-Friedsrichssegen. Abgerufen am 4. April 2026 aus dem Rheingau, St. Goarshausen, Unterlahn, Limburg und dem Unterwesterwald genutzt wurden.lahnstein.de: Geschichte des Mahnmals zum Gedenken an die jüdischen Opfer der NS-Zeit in Friedrichssegen. Abgerufen am 4. April 2026 Die Zwangsarbeit fand für die Männer im lokalen Eisenhandel und für die Frauen im Dachziegelwerk statt. Ab Juni 1942 fanden Deportationen zu den Konzentrationslagern Theresienstadt, Minsk, Majdanek und Auschwitz statt, aus der nur eine Bewohnerin aus Friedrichssegen überlebte.NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz der Landeszentrale für Politische Bildung: Friedrichssegen. Abgerufen am 4. April 2026 Der Friedhof entstand 1954, die Evangelische Kirche wurde 1965 und die Mehrzweckhalle in Friedrichssegen 1981 eingeweiht. Am 7. Juni 1969 gelangte Friedrichssegen mit Oberlahnstein als Ortsteil zur neuen Stadt Lahnstein. Die Lahnbrücke und der damit einhergehende Anschluss an die B 260 von Lahnstein nach Bad Ems wurde 1998 hergestellt.Rhein-Lahn-Kurier: Folge 747: Vor 25 Jahren wurde Friedrichssegener Brückenbauwerk fertiggestellt. Ausgabe 14/2023, ol.wittich.de, abgerufen am 4. April 2026

Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler Kirchen Im Ort sind drei Kirchen entstanden: Simultan-Friedenskirche, wurde 1888 erbaut und 1937 gesprengt. Der letzte katholische Gottesdienst fand 1912 und der letzte evangelische Gottesdienst fand 1917 statt. Heute sind noch Ruinen erhalten.welterbe-mittelrheintal.de: Ehem. Simultan Friedenskirche Friedrichssegen. Abgerufen am 4. April 2026 Herz-Jesu-Kirche, 1938 geweihte Kirche. Evangelische Kirche, 1965 geweihte Kirche.

Kulturdenkmäler Zu den Lahnsteiner Kulturdenkmälern im Ort gehören drei Bauwerke:Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Rhein-Lahn-Kreis. S. 56, abgerufen am 4. April 2026 Wasserkraftwerk Friedrichssegen, 1909 in Betrieb genommen.Klimaschutzportal Rhein-Lahn-Kreis, abgerufen am 4. April 2026 Bergarbeiterfriedhof, hier wurden zwischen 1872 und 1937 etwa 500 Menschen beigesetzt.Kuladig: Ehemaliger Bergmannsfriedhof Friedrichssegen in Lahnstein, abgerufen am 4. April 2026 Wohnhaus mit der Adresse Ahl 23, um 1920/25 entstanden.

Weitere Sehenswürdigkeiten Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören: Ahler Hammer (auch Ahler Hütte), Eisenhammer, im 17. Jahrhundert entstanden.Webseite des Bergbaumuseums Friedrichsegen, abgerufen am 4. April 2026 Bergbau-Museum, 2000 entstanden. Mahnmal Jüdische Opfer, am 24. November 1996 in der Erzbachstraße eingeweihtes Mahnmal für die jüdischen Opfer und Zwangsarbeiter von Friedrichssegen. Die drei Stelen nennen 51 Namen.Kuladig: Mahnmal in Friedrichssegen, abgerufen am 4. April 2026 Schleuse Ahl, 1853 errichtete Schleuse der Lahn.Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz: Anlage 2: Staustufe Ahl, Februar 2019, PDF bei lila-livinglahn.de, abgerufen am 4. April 2026 Stollen Carlstollen Felixstollen Heinrichstollen Moritzstollen

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Einzelnachweise

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