Die Demokratische Volkspartei des Saarlandes, abgekürzt DV oder auch DVP, war eine 1952 gegründete christlich-liberale Partei im autonomen Saarland. Die Partei stand offiziell zur saarländischen Autonomie, zeigte jedoch auch Sympathie zur BundesrepublikHerbert Elzer: Konrad Adenauer, Jakob Kaiser und die „kleine Wiedervereinigung“. Die Bundesministerien im außenpolitischen Ringen um die Saar 1949 bis 1955. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2008, S. 493–494..

Geschichte Die Demokratische Volkspartei wurde durch Erich Schwertner im Oktober 1952 im damals französischen Protektorat Saarland gegründet. Die DV erhielt ihre Zulassung am 7. November desselben Jahres, kurz vor der Landtagswahl am 30. November, bei der nur Parteien zugelassen wurden, die gegen eine Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland waren. Zur Wahl wurden letztendlich nur vier Parteien zugelassen, von denen die DV als einzige mit 3,4 Prozent (14.720 Stimmen) den Einzug in den Landtag verfehlte. Im Jahr 1955 löste die Partei sich auf und fusionierte mit der pro-deutschen DPS, die bei der Landtagswahl am 18. Dezember 1955 mit 24,2 Prozent (142.602 Stimmen) das zweitbeste Wahlergebnis erzielteSaar-Nostalgie: Die politischen Parteien im Saarland 1945-59, abgerufen am 3. April 2026.

Einzelnachweise

Kategorie:Partei (Saarland) Kategorie:Historische liberale Partei Kategorie:Gegründet 1952 Kategorie:Aufgelöst 1955