Der Grünbürzel-Papageifisch (Scarus frenatus) ist eine Art aus der Familie der Lippfische (Labridae).

Beschreibung Der Grünbürzel-Papageifisch kann ein maximale Gesamtlänge von bis zu 47 Zentimeter erreichen. Die Lippen bedecken den größten Teil der Zahnplatten und die Schnauze ragt über das Maul hinaus. An der oberen Zahnplatte können keine oder bis zu zwei Eckzähne vorhanden sein. Auf den Wangen liegen drei Schuppenreihen mit 6 bis 7 Schuppen in der obersten, 6 bis 8 Schuppen in der mittleren und 2 bis 4 Schuppen in der unteren Reihe. Auf der Mitte des Rückens, zwischen Schnauze und Rückenflosse, befinden sich sechs bis sieben Schuppen.

mini|links|Jungfisch mini|Weibchen

Der Körper juveniler Tiere ist nach vorne rötlichbraun (am Rücken dunkler), der Schwanzstiel wird abrupt hellweiß bis grünlichweiß. Der Bauchbereich ist von gelblich brauner Farbe. Der Kopf ist dunkelbraun mit einem dunklen Band von der Schnauze bis über das Auge, die Wange unterhalb des Streifens ist hell rötlichgelb. Rückenflosse und Afterflosse zeigen eine auffällige rötliche und weiße Netzzeichnung, die nach hinten schwächer wird. Die Schwanzflosse ist weißlich, die Brustflossen sind bräunlich transparent, die Bauchflossen sind hellrot.

In der Initialphase haben die Tiere sechs dunkle Linien am hinteren Teil der Seiten, die Flossen sind ziegelrot. Die Schuppen am Körper sind gelblich mit schwarzen Rändern. Der Kopf ist blass rötlich, am Hinterkopf heller und an der Schnauze dunkler. Wangen, Kinn und Zahnplatten sind weiß. Das Ende der Schwanzflosse ist in der Initialphase gerade.

In der Terminalphase erscheint die Art unter Wasser oft als dunkelgrüner Papageifisch mit einem abrupt helleren, grünen Schwanzstiel. Hinterkopf und oberer Teil der Schnauze sind grün mit dichter orangeroter wurmartiger Zeichnung. Die Schnauzenspitze und die Wangen sind heller grün mit schwächer orangeroter Zeichnung. Der hintere Teil des Körpers und der Körperrücken gehen scharf abgegrenzt ins Hellgrüne, einschließlich Schwanzstiel und Schwanzflosse.Peter Nick Psomadakis, Htun Thein, Barry C. Russell, Mya Than Tun (2019): Field identification guide to the living marine resources of Myanmar. FAO Species Identification Guide for Fishery Purposes S. 530. (Online) Die Schwanzflosse in der Terminalphase ist doppelt eingebuchtet mit am Ende verlängerten Schwanzlappen. Die in der Initialphase orangegelbe Iris wird in der Terminalphase orange, die vormals weißen Zahnplatten werden blaugrün.

Die Rückenflosse hat nach Fishbase 9 Stachelstrahlen und 10 Weichstrahlen, die Afterflosse hat 3 Stachel- und 9 Weichstrahlen. Die Brustflossen haben 14 bis 15 (gewöhnlich 14) Flossenstrahlen. Wie bei anderen Papageifisch-Arten ist die Rückenflosse durchgängig und die Stachelstrahlen sind biegsam.J. Howard Choat, John E. Randall (1986): A revision of the parrotfishes (family Scaridae) of the Great Barrier Reef of Australia with description of a new species. In: Records of the Australian Museum 38(4), S. 175–239. doi:10.3853/j.0067-1975.38.1986.181 Lacépède zählte in der Erstbeschreibung für die Rückenflosse keine Stachelstrahlen und gab 19 Flossenstrahlen an.Bernard Germain Lacépède (1802): Histoire naturelle des poissons: IV. Chez Plassan: Paris, France. V. 4: i-xliv + 1–728, Pl. 1–16. (Online)

Verbreitung Der Grünbürzel-Papageifisch kommt im Indopazifik vom Roten Meer über Ostafrika, den Seychellen und Madagaskar bis zu den Maskarenen und weiter nach Osten bis zu den Line Islands und Pitcairninseln (Ducie Islands) vor.Ronald Fricke, Jamal Mahafina, Faustinato Behivoke, Henitsoa Jaonalison, Marc Léopold, Dominique Ponton (2018): Annotated checklist of the fishes of Madagascar, southwestern Indian Ocean, with 158 new records. In: FishTaxa 3(1), S. 1–432.(Online) Nach Norden erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis zum südlichen Japan und den Ogasawara-Inseln und weiter nach Süden bis zur Shark Bay im westlichen Australien, nach Neukaledonien und zu den Lord-Howe-Inseln und weiter östlich bis zu den Austral-Inseln (Rapa). Bei den Hawaii-Inseln kommt die Art nicht vor.

Lebensraum und Lebensweise Der Grünbürzel-Papageifisch bewohnt in der Regel die Außenriffe. Er kommt in Tiefen bis 25 m vor, manchmal auch in sehr flachem Wasser vor. Jungtiere leben in Lagunen zwischen Korallen und Korallenbruch. Tiere der Art sind Einzelgänger, während der Brutzeit zeigt sich jedoch eine deutliche Paarbildung. Als Nahrung werden Algen vom Meeresboden abgeweidet, beim Fressen bilden Grünbürzel-Papageifisch Schwärme mit anderen Fischarten. Gegenüber anderen Papageifischen sind sie häufig aggressiv.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Papageifische Kategorie:Scarinae