Mark Beard (* 1956 in Salt Lake City) ist ein US-amerikanischer Künstler und Bühnenbildner, dessen Werk sich über Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Künstlerbüchern erstreckt. Er ist auch durch Arbeiten seiner fiktiven Künstleridentität Bruce Sargeant bekannt, mit der er historische Bildsprachen, queere Kunstgeschichte und den männlichen Akt neu ausdrückt.
Leben Beard arbeitete in London als Bühnenbildner. Sein Loft im New Yorker Viertel Hell’s Kitchen diente als kombinierter Wohn-, Atelier- und Ausstellungsraum, in dem er auf monumentalen Leinwänden arbeitete. Dort veranstaltete er wöchentliche Aktzeichenrunden. Sein Zeichensalon in Downtown Manhattan zog eine Gruppe von rund 30 schwulen Künstlern an und Beard unterstützt jüngere Künstler gezielt durch Kontakte zu Sammlern.
Wirken Beard entwickelte mehrere Künstlerpersonae mit eigenen Biografien und Stilregistern; Bruce Sargeant dient dabei als eine von fünf Figuren, durch die Beard Mechanismen kunsthistorischer Anerkennung und Auslassung unterlaufen will. Die unter eigenem Namen und als Bruce Sargeant entstandenen Ölgemälde versetzen ihre Figuren in eine Zeit vor den Stonewall-Aufständen, als schwule Männer weder offen leben noch frei dargestellt werden konnten. Zu seinem Werk gehören überdies Fotografien und Künstlerbücher wie Aiden (1992), das heute zur Sammlung des Metropolitan Museum of Art gehört. Arbeiten Beards waren in Douglas Bryces Pop-up-Geschäft in Manhattans West Village zu sehen. Beard arbeitete einmal an einem elf Stockwerke hohen Wandbild für eine neue Abercrombie-&-Fitch-Filiale in Tokio und schuf zuvor Arbeiten für die Filialen in New York, Los Angeles und London. Im Jahr 2016 wurde Bruce Sargeants Four Hunters with Trophies in der Pariser Ausstellung Safaris gezeigt. Beard bewegt sich auch im Umfeld von Fire Island, einem bedeutenden queeren Kunstort.
Einzelnachweise
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