Schweigen ist Geld ist der Titel der 94. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Nachdem er infolge eines anonymen Hinweises festgenommen worden ist, muss sich Hanno Bremer vor Gericht wegen des Mordes an seinem Vorgesetzten verantworten. Die Buchhalterin des Betriebs, Vera Schubert, belastet den Angeklagten als Zeugin, indem sie angibt, ihn am Tatort gesehen zu haben. Sein Verteidiger, Dr. Rainer Franck, führt aus, Bremer habe im Affekt gehandelt, weshalb rechtlich von Totschlag auszugehen sei. Demgegenüber plädiert die Staatsanwaltschaft auf Mord aus niedrigen Beweggründen und fordert die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe. In der Folge widerruft Bremer sein zuvor abgelegtes Geständnis und erklärt, er sei für dieses bezahlt worden.

Bremers Freundin Nilay sucht daraufhin den Lehrer und Mineraliensammler Martin Kepich auf und beschuldigt ihn, Bremer zu dem Geständnis gedrängt zu haben, was dieser zurückweist. Gegenüber Dr. Franck äußert Kepich, Bremer habe bereits während seiner Schulzeit eine Neigung zu gewalttätigem Verhalten gezeigt. Für den Tatzeitraum kann Kepich ein Alibi vorweisen, demzufolge er sich auf einem Kongress in Hamburg aufgehalten habe.

Während der laufenden Gerichtsverhandlung täuscht Bremer einen Schwächeanfall vor und nutzt die Situation zur Flucht. Er sucht seinen ehemaligen Lehrer in dessen Schule auf und bedroht ihn. Der dies ahnende Privatdetektiv Josef Matula greift erfolgreich ein. In einem späteren konspirativen Treffen teilt Dr. Franck seinem Mandanten mit, dass Kepichs Alibi als belastbar gilt. Anschließend lässt er sich von Nilay das angeblich gezahlte Geld zeigen. Die Tasche, in der es sich befindet, erkennt er als ein Objekt wieder, das ihm bereits am Tatort aufgefallen war.

Im weiteren Verlauf vermutet Matula eine Verbindung zwischen Vera Schubert und Martin Kepich, die jedoch von dessen Ehefrau nicht bestätigt wird. Von Sammlerkollegen Kepichs erfährt Matula, dass auch das Mordopfer dem gemeinsamen Stammtisch angehörte und insbesondere mit Kepich eng befreundet gewesen sei. Dieser habe den später Getöteten als letzter lebend gesehen.

Auf Anraten seines Verteidigers stellt sich Bremer schließlich erneut den Behörden, woraufhin der Prozess fortgesetzt wird. Martin Kepich sagt als Zeuge aus und behauptet, es sei ein Zufall, dass er sowohl das Opfer als auch den Angeklagten kenne. Matula gelangt jedoch zu der Einschätzung, dass Kepich den tatsächlichen Täter kenne und versuche, diesen zu schützen. Die von Dr. Franck wiedererkannte Geldtasche führt schließlich zu einer Verbindung zu Vera Schubert. Matula konfrontiert diese damit und verfolgt sie anschließend zu einer Bank, wo sie weiteres von ihrem Arbeitgeber unterschlagenes Geld abheben will. Unter dem Druck der Beweislage gesteht sie schließlich, ihren Vorgesetzten getötet zu haben, nachdem dieser die Unterschlagungen entdeckt hatte.

Martin Kepich hatte dies ebenfalls kombiniert und war auf die Idee gekommen, seinem ehemaligen Schüler Hanno Bremer Teile des Geldes anzubieten, damit er die Tat gestand und wegen Totschlags eine zeitlich begrenzte Haftdauer absolvieren würde. Das restliche Geld wollte er sich mit Vera Schubert teilen und seinen Anteil für die kostenintensive medizinische Behandlung seiner schwer erkrankten Ehefrau einsetzen.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. Weitere Dreharbeiten fanden unter anderem auf dem Schulhof der Leibnizschule Wiesbaden sowie in und vor einer Bankfiliale in der Wilhelmstraße statt.

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Einzelnachweise

Schweigen ist Geld