mini|Bela Anatoljewna Denissenko Bela Anatoljewna Denissenko (; * 26. Januar 1941 in Kansk, Region Krasnojarsk) ist eine sowjetische bzw. russische Medizinerin, Hochschullehrerin und Politikerin.Lobbying.ru: Денисенко Бэла Анатольевна (abgerufen am 1. April 2026).

Leben Denissenko, Tochter eines 1944 im Deutschen Angriffskrieg gefallenen Offiziers und einer Bibliothekarin, schloss das Studium am Krasnojarsker Staatlichen Medizinischen Institut 1965 ab. Darauf arbeitete sie bis 1969 als Betriebsärztin im Krasnojarsker Kombine-Werk.

Im Nowokusnezker Staatlichen Institut für Ärztefortbildung war Denissenko 1966–1968 Assistenzärztin, 1968–1970 Aspirantin am Lehrstuhl für Therapie № 2, 1970–1977 Lehrstuhlassistentin, 1978–1979 wissenschaftliche Senior-Mitarbeiterin, 1979–1985 Dozentin des Lehrstuhls für Kardiologie, 1985–1989 Leiterin des Lehrstuhls für Therapie № 1 und 1989–1990 Leiterin des Vereinigten Lehrstuhls für Therapie und wissenschaftliche Leiterin der Therapie-Klinik.

In ihrer Doktor-Dissertation über den kombinierten Herzinfarkt der rechten und linken Herzkammer beschrieb Denissenko die von ihr entwickelten neuen Methoden der Diagnose des Herzinfarkts der rechten Herzkammer und verteidigte die Dissertation 1987 am Nowosibirsker Medizinischen Institut mit Erfolg für die Promotion zur Doktorin der medizinischen Wissenschaften.Кафедра кардиологии, Новокузнецкий государственный институт усовершенствования врачей (abgerufen am 1. April 2026).

Bis zum Zerfall der Sowjetunion gehörte Denissenko der KPdSU an. Von 1990 bis 1992 arbeitete sie im Gesundheitsministerium der RSFSR, die nun die Russische Föderation wurde, und war dann stellvertretende Gesundheitsministerin für Wissenschaft, Bildung und Personal und schließlich Erste Stellvertretende Gesundheitsministerin.

Auch war Denissenko von 1990 bis 1993 Volksdeputierte der Russischen Föderation des Nowosibirsker Wahlkreises № 437, Mitglied des Obersten Rats der Russischen Föderation und Mitglied des Komitees für Gesundheit. Sie beteiligte sich an der Gründung der Deputiertengruppe Demokratisches Russland und der Parlamentsfraktion Die radikalen Demokraten, zu deren Koordinatoren sie gehörte. Sie wurde in den Koordinationsrat der Bewegung Demokratisches Russland gewählt und in den Politischen Rat des Wählerblocks Wahl Russlands. Im Februar 1991 beteiligte sie sich an der Vorbereitung des Streiks der Bergarbeiter im Kusbass und nahm dann am zweiwöchigen Moskauer Bergarbeiter-Hungerstreik teil. Sie war 1993 Leiterin des Instituts für Wirtschaftsprobleme der Übergangszeit.

Bei der ersten Wahl der neuen Staatsduma wurde Denissenko im Dezember 1993 als Kandidatin der Partei Demokratische Wahl Russlands zur Staatsduma-Abgeordneten gewählt (Duma I 1993–1995).Депутаты Состав Государственной Думы первого созыва (abgerufen am 31. März 2026). Dort war sie stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Gesundheit.Staatsduma: Денисенко Бэла Анатольевна (abgerufen am 1. April 2026).

Im März 1994 war Denissenko Mitglied der Initiativgruppe zur Gründung der Partei Demokratische Wahl Russlands und Vorsitzende der Kemerowoer Regionalorganisation der Partei. Am 6. Juli 1995 trat sie wegen ihres Widerspruchs gegen den Misstrauensantrag gegen die Regierung aus der Staatsduma-Fraktion Demokratische Wahl Russlands aus und schloss sich keiner anderen Abgeordnetengruppe an.

Seit 1995 ist Denissenko Generaldirektorin des Instituts für Sozialökonomische Studien und Präsidentin des Fonds für Gesundheit und Soziale Entwicklung. Bei der nächsten Staatsduma-Wahl im Dezember 1995 (Duma II 1995–1999) kandidierte sie auf der Liste der Bewegung Vorwärts Russland!, aber die 5-%-Hürde wurde nicht übersprungen. Ebenso erfolglos kandidierte sie 1999 (Duma III 1999–2003) auf der Föderationsliste der Wählervereinigung Unser Haus Russland und 2003 (Duma IV 2003–2007) auf der Liste des Wählerblocks Neuer Kurs Automobiles Russland.

Wegen Beteiligung an Staatsduma-Beschlüssen zum Russisch-Ukrainischen Krieg steht Denissenko nicht auf Sanktionslisten anderer Länder.Open Sanctions: Bela Denisenko (abgerufen am 2. April 2026).

Denissenko ist mit dem Eishockey-Spieler Wiktor Surjadnow (* 1941) verheiratet, dessen Laufbahn beim HK ZSKA Moskau begann.Панышев, Павел: Наша история. Часть 16. 1961-1962(abgerufen am 2. April 2026). Der Geschäftsmann Jewgeni Denissenko (* 1963) und der Kardiologe Anatoli Denissenko (* 1971) sind ihre Söhne.

Ehrungen, Preise Medaille Für die Verteidigung des Freien Russlands der Russischen Föderation

Weblinks

Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Денисенко, Бэла Анатольевна

Einzelnachweise

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