miniatur|Berlin 1896, mit Marcusstraße (unten links) Die Markusstraße war eine Hauptstraße in Berlin-Friedrichshain bis etwa 1969.

Lage Die Markusstraße verlief von der Großen Frankfurter Straße in südlicher Richtung durch die Blumenstraße, die Paul-Singer-Straße (vorher Grüner Weg) und die Wallner-Theater-Straße (westlich)/Kleine Markusstraße (östlich) bis zur Holzmarktstraße und Langen Straße und zur Michaelbrücke. Sie gehörte zur Stralauer Vorstadt, seit 1920 größtenteils zu Friedrichshain an der Grenze zu Mitte, zu der die Nr. 30, 45 und 46 gehörten.

In der Gegenwart stehen dort Neubauten zwischen Karl-Marx-Allee und Lichtenberger Straße in veränderten Straßenverläufen.

Geschichte Die Straße wurde spätestens um 1700 als Querverbindung zwischen den Fernstraßen Frankfurter Straße und Stralauer Straße bis zu einer Spreeüberquerung angelegt. 1723 hieß sie Schmelzen Straße, etwa ab 1738 Rosen-Gasse nach einem Schweizer Unternehmer in Berlin.Hermann Vogt, Die Straßen-Namen Berlins, Berlin 1885, S. 41 Dusableau-Plan von 1723, erste Karte mit Straßennamen der Berliner Vorstädte, auch spätere Karten In dieser Zeit waren dort nur Gärten. Ab dem späten 18. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einer Wohn- und Geschäftsstraße. 1861 wurde sie auf Antrag von Grundstückseigentümern in Marcus-Straße umbenannt, nach der gegenüberliegenden neu gebauten St. Marcus-Kirche. In den 1920er Jahren fuhr eine Straßenbahnlinie zwischen Blumenstraße und Holzmarktstraße.

miniatur|Stalinallee, mit schmalem Verlauf der Markusstraße (Mitte waagerecht vor den Häusern), 1952 In den Jahren 1943 bis 1945 wurden die Gebäude durch Kriegseinwirkungen beschädigt oder zerstört. In den 1950er und 1960er Jahren wurden alle abgerissen und dort Neubauten in einem veränderten Wegesystem zwischen Karl-Marx-Allee, Lichtenberger Straße und Holzmarktstraße errichtet. Um 1969 wurde der Straßenname aufgehoben.Markusstraße Luisenstädtischer Bildungsverein

Gebäude und Bewohner In der Markusstraße gab es zahlreiche Unternehmen und Firmen, dort wohnten auch viele Arbeiter und weitere einkommensschwache Bewohner.; auch , auch andere Jahre Die Nummerierung verlief von der Langen Straße auf der östlichen Straßenseite bis zur Großen Frankfurter Straße und auf der gegenüberliegenden Straßenseite bis zur Holzmarktstraße wieder zurück.

Nr. 6 II Alfred Döblin wohnte hier mit seiner Mutter und seinem Bruder, 1903–1906 Nr. 7 Betriebsgelände, ab 1888 Große Berliner Pferdebahn, 1900 Umbau/Neubau durch Große Berliner StraßenbahnZeitschrift für Beleuchtungswesen, vom 20. September 1900, S. 312; über Neubau des Geländes , 1913 stillgelegt, danach weiter im Besitz einer Verkehrsgesellschaft Nr. 18 Markushof, großflächiger Gewerbekomplex, 1932 Nr. 49 städtische höhere Webeschule, vor 1892–nach 1910Uebersicht über das Fortbildungsschulwesen und die gewerblichen Unterrichtsanstalten, 1900, S. 80; auch Amélie Hautzinger, Die weibliche Berufswahl, 1894, S. 67 Nr. 49 Taubstummenschule, vor 1892–vor 1932: auch Volksschule, vor 1892–nach 1932

Weblinks

Markusstraße Luisenstädtischer Bildungsverein Markusstraße Berlin Mitte Archiv, mit historischen Fotografien

Einzelnachweise

Kategorie:Straße in Berlin Kategorie:Berlin-Friedrichshain