Leonhard Zill (* 6. Dezember 1825 in Donauwörth; † 22. Februar 1906 in Schongau) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Leonhard Zill absolvierte ein Studium der Theologie, das er als Dr. theol. abschloss. 1840 empfing er die Priesterweihe und war anschließend als Kaplan in verschiedenen Pfarreien eingesetzt. Er kam in die Pfarrei Mariä Himmelfahrt Schongau und wirkte dort als Stadtpfarrer. In dieser Funktion war er Beichtvater im Distrikt-Krankenhaus Schongau, einer Einrichtung der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul mit dem Mutterhaus in München. Als Dekan des Landkapitels Schongau-Leeder war er für die Pfarreien des Bezirks der Ansprechpartner. Er war bischöflicher Geistlicher Rat und Autor mehrerer theologischer Bücher.

Er betätigte sich politisch, war Mitglied der Bayerischen Patriotenpartei und gehörte zur Huttler-Gruppe. 1887 kam er zur Deutschen Zentrumspartei. Von 1869 bis zum 16. Februar 1875 hatte er ein Mandat für die Abgeordnetenkammer, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns das Parlament bildete. Er wurde gewählt im Wahlbezirk Weilheim und hatte einen Sitz in verschiedenen Landtagsausschüssen.

Am 16. Februar 1875 beantragte Zill den Austritt aus dem Landtag, der mit beruflichen Belastungen begründet wurde. Sein Nachfolger wurde Jakob Werkmeister.

Auszeichnungen 1884 Ehrenbürger von Schongau

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 12. Wahlperiode)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Patriotenpartei Kategorie:Zentrum-Mitglied Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Weilheim-Schongau Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1825 Kategorie:Gestorben 1906 Kategorie:Mann