mini|hochkant|Austin M. Knight Austin Melvin Knight (* 16. Dezember 1854 in Ware, Hampshire County, Massachusetts; † 26. Februar 1927 in Washington, D.C.) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Asien-Flotte.

Leben Austin Knight war ein Sohn von Charles Sanford Knight (1830–1911) und dessen Frau Cordelia A. Cutter (1828–1898) und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat. Im Jahr 1873 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral. Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörte unter anderem das Naval War College in Newport in Rhode Island, an dem er im Jahr 1901 studierte.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er Navigator auf dem Monitor-Schiff Puritan (BM-1). Das Schiff war an der Blockade von Kuba und der Einnahme von Puerto Rico beteiligt. Es folgte das Studium am Naval War College. Anschließend kommandierte er in den Jahren 1901 bis 1903 den ehemaligen Schoner Yankton, der zum Kanonenboot umgebaut worden war und unter anderem in der Karibik operierte. Anschließend kommandierte er bis 1904 das im Atlantik eingesetzte Kanonenboot Castine.

In den folgenden drei Jahren war Knight als Stabsoffizier auf dem Festland tätig, wo er zwei Ausschüssen (naval ordnance board and a joint Army-Navy board) vorsaß. Von 1907 bis 1909 kommandierte er den Kreuzer USS Washington, der im Pazifik eingesetzt war. Anschließend leitete er erneut das naval ordnance board. Der befasste sich unter anderem mit der Entwicklung von rauchfreiem Pulver. Bei einem von ihm geleiteten Versuch auf der Puritan kam es im November 1910 zu einer Explosion, bei der das Schiff schwer beschädigt wurde. Man machte Knight für den Unfall verantwortlich, stellte ihn unter Arrest und klagte ihn vor einem Militärgericht an. Am Ende wurde er freigesprochen.

In der Folge leitete Austin Knight für einige Zeit den zweiten Marinebezirk in der Narragansett Bay (Rhode Island). Dann kommandierte er bis 1913 die Reserveeinheiten der Atlantikflotte (United States Navy reserve fleet). Während dieser Zeit wurde er im November 1912 kurzfristig mit der Leitung eines Sondereinsatzes im östlichen Mittelmeer betraut, der dem Schutz amerikanischer Bürger und Interessen in der Region galt.

Zwischen Dezember 1913 und Februar 1917 leitete Austin Knight das Naval War College. Am 22. Mai 1917 übernahm er als Nachfolger von Albert G. Winterhalter das Kommando über die amerikanische Asien-Flotte (United States Asiatic Fleet). Dieses Amt bekleidete er bis zum 7. Dezember 1918, als er von William Ledyard Rodgers abgelöst wurde. Sein Flaggschiff war der Panzerkreuzer USS Brooklyn. Die asiatische Flotte war an Operationen im Fernen Osten Russlands im Rahmen des Russischen Bürgerkriegs beteiligt. Knight war dabei Vorsitzender eines aus Vertretern von zehn Nationen bestehenden Gremiums zur Befriedung der Region. Während seiner Zeit als Kommandeur der Asienflotte wurde er in den temporären Rang eines Vier-Sterne-Admirals versetzt. Anschließend wurde er wieder zum Konteradmiral zurückversetzt.

Im Dezember 1918 ging Knight in den Ruhestand. Im März 1919 wurde er reaktiviert. Bis zum Oktober 1919 leitete er einen Marineausschuss, der sich mit Ordensverleihungen an verdiente Marinesoldaten während des Ersten Weltkriegs befasste. Der Ausschuss wurde aber vor dem Abschluss seiner Arbeit aus politischen Gründen aufgelöst. Es folgten heftige Diskussionen um Ordensverleihungen in der Marine, die dann zur Gründung einer selbständigen Marinedienststelle mit der Bezeichnung Navy Department Board of Decorations and Medals führten. Im Sommer 1920 schied Knight endgültig aus dem aktiven Militärdienst aus.

Austin Knight wurde auch als Autor des 1901 veröffentlichten Buchs Modern Seamanship bekannt, das jahrzehntelang Standardwerk der Marineliteratur war. Der seit 1886 in zweiter Ehe mit Elizabeth Harwood Welsh (1859–1911) verheiratete Offizier starb am 26. Februar 1927 in Washington, D.C. und wurde auf dem Friedhof der Marineakademie in Annapolis beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Austin Knight erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem die Navy Distinguished Service Medal verliehen.

Weblinks

Bericht von Knight an seinen Vorgesetzten über die Sichtung eines deutschen U-Boots im 2. Marinebezirk im Oktober 1916 (zuletzt abgerufen am 30. März 2026)

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