Die Drogenpolitik Südkoreas ist eine der härtesten in der Welt. Nach südkoreanischem Recht ist es den Koreanern verboten, Drogen zu konsumieren. Selbst wenn sie sich in einem anderen Land aufhalten, in dem der Drogenkonsum legal ist. Dazu gehört auch der Hanfkonsum. Der Anbau, der Transport oder der Besitz von Cannabis ist nach südkoreanischen Strafrecht sowohl im Inland als auch im Ausland verboten. Regelmäßig erinnert die südkoreanische Regierung ihre Bürger an dieses Verbot. Nach der Legalisierung des Cannabiskonsums in Kanada im Oktober 2018 erklärte die südkoreanische Botschaft dort, dass es für südkoreanische Staatsbürger illegal sei, Cannabis zu konsumieren, selbst wenn sie sich in einer Region aufhalten, in der Cannabis legal ist.

Richtlinie zu Drogentests Seit Dezember 2007 sind verpflichtende Drogentests für ausländische Lehrkräfte eine Voraussetzung für die Verlängerung ihres Visums. Im Jahr 2009 legte die US-amerikanische Lehrerin Andrea Vandom Verfassungsbeschwerde gegen diese Regelung ein. Das Verfassungsgericht lehnte diese Klage jedoch ab. 2013 wandte sie sich dann an den UN-Menschenrechtsausschuss. Sowohl die Vereinten Nationen als auch die Nationale Menschenrechtskommission Koreas bezeichneten die Regelung als diskriminierend.

Im Jahr 2021 wurde eine Richtlinie für Drogentests bei koreanischen Lehrkräften eingeführt.

Drogenmissbrauch +Anzahl der Personen, die in den letzten fünf Jahren an einer Substanzgebrauchsstörung (SUD) littenRegion20142015201620172018TotalFive-year change rateSeoul277524042616240631541335513.7Busan1232106510671070127457083.4Incheon1078104011349381279546918.6Daegu93982893689996045622.2Gwangju330309327347459177239.1Daejon441502506717793295979.8Ulsan3653242612352301415 -37.0Gyeonggi Province4150352835043403390718492 -5.9Gangwon Province6405625114824822677 -24.7North Chungcheong Province5004354193723142040 -37.2North Jeolla Province6274583983634442990 -29.2South Jeolla Province5845895644934632693 -20.7North Gyeongsang Province9918298928037684283 -22.5South Gyeongsang Province9338747526807373976 -21.0 Von Januar bis Oktober 2023 wurden über 22.000 Personen wegen Drogendelikten festgenommen, wobei ein erheblicher Anteil Jugendliche und Menschen in ihren Zwanzigern waren. Die Behörden führten den Anstieg der erfassten Fälle unter anderem auf verstärkte Ermittlungen zurück.

Einer Umfrage in Südkorea Ende 2024 zufolge hielten rund 89 Prozent der Befragten das Drogenproblem im Land für ernst, während nur acht Prozent es als weniger gravierend einschätzten. Drogenkonsum koreanischer Staatsbürger im Ausland Nach südkoreanischem Recht ist es koreanischen Staatsbürgern, die im Ausland leben, strikt untersagt, Drogen zu konsumieren, selbst wenn bestimmte Drogen im Land ihres Aufenthalts legal sind. Personen, die gegen dieses Gesetz verstoßen, können bei ihrer Rückkehr nach Südkorea mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden. Auch die Herstellung, der Transport oder der Besitz von Cannabis im Ausland ist nach südkoreanischem Recht illegal.

Insbesondere Studierende im Ausland nutzen die Gelegenheit, während ihres Aufenthalts im Gastland Erfahrungen mit Drogen zu sammeln, da der Zugang dort leichter ist. Durch den Konsum können Abhängigkeiten entstehen, sodass viele nach ihrer Rückkehr nach Südkorea weiterhin Drogen konsumieren möchten. Das begünstigt den illegalen Drogenmarkt.

Verschreibungspflichtiger Drogenkonsum Mit dem Bevölkerungswachstum in Südkorea stieg auch die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig belasten die steigenden Kosten für Arzneimittel sowohl die Bevölkerung als auch die Krankenversicherungen. Zwischen 2002 und 2013 stiegen die Kosten für Arzneimittel von durchschnittlich 10,2 % pro Jahr auf 28,3 %. Die steigenden Arzneimittelpreise waren unter anderem darauf zurückzuführen, dass im südkoreanischen Gesundheitssystem die Verschreibung und Abgabe von Medikamenten nicht getrennt waren. Apotheker hatten die Möglichkeit, Medikamente sowohl zu verschreiben als auch abzugeben, wodurch "finanzielle Anreize entstanden", Produkte mit "höheren Gewinnmargen" zu verkaufen, obwohl günstigere Alternativen verfügbar waren. Auch Ärzte erkannten die zusätzlichen Einnahmen, die sie durch den Verkauf von Arzneimitteln erzielen konnten, und verschrieben daher teilweise mehr Medikamente als medizinisch notwendig, um ihr Einkommen zu steigern.

Die südkoreanische Regierung führte um die Jahrtausendwende Kostenreduktionen durch und legte strenge Einschränkungen fest, welche Medikamente von der Krankenversicherung übernommen werden, um einer Überverschreibung und einem übermäßigen Konsum von Arzneimitteln entgegenzuwirken.

Legales medizinisches Cannabis in Südkorea Seit 2020 ist in Südkorea die medizinische Nutzung von Cannabis erlaubt. Infolgedessen sind CBD Produkte, wie zum Beispiel Hanföl, ausschließlich für medizinische Zwecke legal.

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