Golm ist ein historischer Wohnplatz im Gebiet von Stülpe, ein Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Die Siedlung und der gleichnamige Golmberg sind seit dem 15. Jahrhundert urkundlich belegt und eng mit der Geschichte des Kloster Zinnas sowie des Guts Stülpe verbunden.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 169.

Geografische Lage Der Golmberg liegt rund vier Kilometer südsüdwestlich des Gemeindezentrums in einem Waldgebiet. Die Erhebung ist hoch; westlich befindet sich der Habichtsberg, östlich der 174,1 Meter hohe Tannenberg.Golmberg, Brandenburgviewer, abgerufen am 21. Februar 2026.

Geschichte Golm erschien erstmals 1439 als Capellam in monte Golm prope Stulphe, also als Kapelle auf dem Golmberg nahe Stülpe in den Akten. Im genannten Jahr wurde die Kapelle dem Kloster Zinna übereignet und inkorporiert. Weitere Nennungen folgten im Jahr 1442 als der gnanten Capelle vff dem Golme und 1446 als den gholm. Bereits 1437 wurde berichtet, dass die Kapelle erst kürzlich errichtet worden sei. Ein Mönch lebte nachweislich im Jahr 1473 auf dem Golm, 1496 hingegen ein Krüger. Nach 1522 war die Kapelle bereits wüst, und sie wurde 1562/1568 als verfallen beschrieben; ihre Steine wurden zum Neubau der Dorfkirche Stülpe verwendet. Reste des alten Gemäuers, das als Ablasskapelle diente, waren noch 1819 sichtbar. Kirchlich gehörte das Gebiet bis 1566 zum Erzbistum Magdeburg, danach bis 1680 zum Administrator von Magdeburg, anschließend bis 1701 zum Kurfürsten von Brandenburg und von 1701 bis 1815 zum König in bzw. von Preußen, bis 1773 zugleich als Herzog von Magdeburg. Die örtliche Grundherrschaft übte das Gut Stülpe aus.

Im Jahr 1788 ließ die Familie von Rochow auf der Spitze des Golmbergs ein Haus mit Turm errichten. Im Jahr 1841 entstand die Anlage Bellevue, die im selben Jahr als Wohnplatz geführt wurde. 1891/1897 wurde auf dem Golm ein Dampfsägewerk betrieben. In den Jahren 1950 und 1957 erschien der Ort als Haus am Golm, ein Wohnplatz von Stülpe.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 169.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Ersterwähnung 1439 Kategorie:Nuthe-Urstromtal