Stein, auf Karten wird der östliche Teil des Ortes auch als Steinsiedlung bezeichnet, ist eine Ortschaft und gleichnamige Rotte in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage und Geographie Stein liegt im südlichen Teil der Marktgemeinde Hitzendorf, südlich des Marktortes, im Norden und Osten der Katastralgemeinde Schadendorfberg auf einem von Nordwesten nach Südosten streichenden Hügelrückens des Weststeirischen Riedellandes. Dieser Hügelrücken trennt das im Osten gelegene Liebochtal mit der Rotte Mayersdorf und dem Dorf Attendorf von dem im Westen gelegenen Södingtal mit dem Dorf Großsöding. Im südlichen Teil von Södingberg fließen der Arkenbach und der Holzgrabenbach in Richtung Södingtal.
Die Dobleggerstraße (L383), die Mayersdorf mit Großsöding verbindet, verläuft im durch den nördlichen Teil von Stein.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortes datiert 1141 als ein Wulfing von Krems und Stein genannt wird. Weitere Erwähnungen datieren um 1400 als Stain, 1543 als Im Stain sowie schließlich um 1780 als Stein. Der Ortsname leitet sich dabei entweder vom Besitz des Wulfing von Krems und Stein oder einem dortigen Felsen ab. Wulfing saß auf dem, der stubenbergischen Herrschaft Krems unterstellten, Wehrhof Stein.
Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Steins im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. Im Mittelalter gehörte Stein zur Herrschaft Krems und es gab einen eigenen zur Herrschaft gehörenden Burgfried. Im 18. Jahrhundert hatten die Herrschaften Altkainach, Großsöding, Hausmannstätten, Lankowitz, Ligist, Plankenwarth, Premstätten, Schütting und Wachsenegg Untertanen im Ort.
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Stein zusammen mit Södingberg und Schadendorfberg Teil der freien Ortsgemeinde Schadendorfberg. Als die Ortsgemeinde 1969 aufgelöst wurde, kam Stein zur Gemeinde Attendorf. Im Zuge der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde Attendorf, und dadurch auch Stein im Jahr 2015 Teil der Marktgemeinde Hitzendorf.
Wirtschaft und Infrastruktur Stein ist ein Siedlungsort, der auch landwirtschaftlich geprägt ist. Vor allem der Weinbau spielte hier eine historisch bedeutende Rolle. Dieser lässt sich seit spätestens 1543 nachweisen und auch in der hier um 1780 erfassten Josephinische Landesaufnahme sind noch bedeutende Weingärten verzeichnet.
Der Ort ist nach Mooskirchen eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Mooskirchen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten In Stein gibt es einige Kapellen und Bildstöcke die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind. Die gemauerte Dorf- oder Christuskapelle wurde im 18. oder 19. Jahrhundert am Standort eines Bildstockes errichtet. Ihr Vorbau ruht auf zwei steinernen Rundsäulen. Der Kapelle wurde 1983 ein Dachreiter aufgesetzt in dem die Marienglocke hängt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1141 Kategorie:Geographie (Hitzendorf) Kategorie:Ort im Bezirk Graz-Umgebung Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)