Luna (Kyrillisch: Луна) ist ein sowjetischer Science-Fiction-Dokumentarspielfilm von Pawel Kluschanzew aus dem Jahr 1965 und eine Montage aus Spiel- und Dokumentarfilm-Szenen und Animationen. Spekuliert wird über die Frage, wie der Mond durch Raumfahrt erreicht, dann besiedelt und schließlich als Stützpunkt für die weitere irdische Expansion in den Kosmos genutzt werden kann.
Handlung Im ersten Filmteil werden von sowjetischen Wissenschaftlern Hypothesen bzw. Theorien über die Beschaffenheit des Mondes aufgestellt. Dazu gehören unter anderem der Physiker Mykola Barabaschow im Charkiw-Observatorium, die Astronomin Vera L. Khoklova (1927–2003) und der Astronom Alexander Markow. Die Hypothesen werden gestützt durch neue Erkenntnisse der sowjetischen Raumsonden Luna 1 und Luna 2, aber auch US-amerikanische Sonden.
Im zweiten Filmteil werden mit Hilfe von Tricktechnik Visionen von einer ersten Mondexpedition und einer anschließenden Besiedlung des Mondes bis hin zum Bau von Städten inszeniert. Der Mond wird als Ressource für die Gewinnung von Rohstoffen, unter anderem Diamanten, betrachtet. Aus den beiden Polen könnte Wasser für Treibhäuser gewonnen werden, in denen dann vitaminreiche Früchte gezogen werden könnten. Radioteleskope wären auf dem Mond mangels Staub oder atmosphärischer Einflüsse sowie wegen der geringen Schwerkraft wesentlich effektiver als auf der Erde. Der Verkehr zwischen den Mondstädten wäre mit Schienenbahnen möglich, die durch Solarenergie angetrieben werden.
In einer Phantasiesequenz wird ein junger Wissenschaftler inszeniert, der schließlich mit den neuen Teleskopen sogar intelligentes Leben auf dem Mars entdecken und auch Aelita bei der Fahrt auf einer Mars-Autobahn beobachten könnte. Schließlich würde auch das erste Kind auf dem Mond geboren werden, das dann einer neuen Generation von Bewohnern des Solar-Systems angehören würde.
Der Film endet mit einer Tricksequenz und einem Zitat des Raumfahrtpioniers Konstantin Eduardowitsch Ziolkowskis, der den Aufbruch der Menschheit in den Kosmos prophezeite, begleitet von einem Kommentar aus dem Off: „Gute Reise, Mensch!“
Auszeichnungen Der Film erhielt 1966 auf dem Festival Internazionale del film di fantascienza (1963–1982) in Triest das Goldene Siegel der Stadt Triest.
Siehe auch Der Weg zu den Sternen (1957) Mars (1968)
Weblinks Filmdaten bei imdb.com Vollständige Filmfassung auf youtube.com
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