mini|Irma Costanzo (zwischen Leopoldo Torre Nilsson und Ariel Ramírez) bei den Aufnahmen zum Soundtrack des Films „Martín Fierro“ im Jahr 1966 Irma Costanzo (geb. 11. Dezember 1937 in Buenos Aires) ist eine argentinische klassische Gitarristin und Musikpädagogin.

Biografie Sie wurde in eine Familie italienischer Einwanderer aus Kalabrien hineingeboren. Ihre Eltern waren Opernliebhaber. Als Kind erhielt sie ihren ersten Gitarrenunterricht bei ihrem Onkel Giuseppe Cacciatore. Mit ihm besuchte sie ein Konzert von María Luisa Anido im Teatro Ópera, das sie sehr beeindruckte. Ihr erstes eigenes Konzert gab sie im Alter von vierzehn Jahren."Irma Costanzo, mi vida con la guitarra". Reihe von 12 Podcasts produziert am 3. Dezember 2025 von Irma Costanzo, Gonzalo Silva und Liliana Litvin.

Mit neun Jahren setzte sie ihr Gitarrenstudium bei León Vicente Gascón fort, der Schüler von Domingo Prat gewesen war, einem bedeutenden Gitarrenlehrer in Argentinien zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der seinerseits bei Francisco Tárrega studiert hatte. Im Alter von 17 Jahren lernte sie Narciso Yepes kennen. Bei ihm studierte sie das spanische Repertoire und insbesondere das Gitarrenwerk von Joaquín Turina. Kurz darauf reiste sie zwei Jahre lang einmal im Monat nach Uruguay, um ihr Studium des Instrumentes bei Abel Carlevaro zu vertiefen. Zudem studierte sie Kammermusik bei Ljerko Spiller.

Ihre internationale Solokarriere startete im Jahr 1962 mit einer Tournee durch Japan. Seitdem gab sie Konzerte nicht nur in den wichtigsten Konzertsälen Lateinamerikas, sondern auch in London, New York, Washington, Moskau, Sankt Petersburg, Riga, Sofia, Taipeh, Peking, Tunis, Dakar und anderen Städten in Amerika, Europa und Asien.

Sie trat als Solistin mit den führenden Orchestern Lateinamerikas und Europas auf. Sie brachte die Gitarrenkonzerte von Roberto Caamaño und Gerardo Gandini zur Uraufführung und spielte im Teatro Colón unter der Leitung des Komponisten die amerikanische Erstaufführung von Federico Moreno Torrobas Homenaje a la seguidilla.

Sie war Dozentin in Argentinien an der Fakultät für Bildende Künste der Nationalen Universität von La Plata, am Nationalen Konservatorium „Carlos López Buchardo“ und am Konservatorium „Juan José Castro“ der Provinz Buenos Aires. Sie hielt internationale Kurse und Meisterklassen ab und wurde 1983 zur Honorarprofessorin des Musikkonservatoriums von Peking ernannt.

Auszeichnungen 1974 – Preis der Schallplattenindustrie für die Aufnahme des Gesamtwerks für Gitarre von Joaquín Turina und Manuel de Falla, und in 1975 für die Aufnahme von Werken von Bach und Villa-Lobos. 1989 – Kulturpreis Premio Konex 1997 – Preis Manuel de Falla der Spanischen Botschaft und Preis Café Tortoni. 2000 – Lebenswerkpreis des Verbandes der Musikkritiker Argentiniens. 2001 – Preis der Argentinischen Kammer der Kunst- und Kulturproduzenten. 2005 – Preis zur «Künstlerischen Karriere in der Musik» des Fondo Nacional de las Artes.

Filmografie Sie wirkte musikalisch mit an folgenden Filmen: 1970: El Santo de la espada, Regie: Leopoldo Torre Nilsson. Kompositionen von Ariel Ramirez. 1968: Martín Fierro, Regie: Leopoldo Torre Nilsson. Kompositionen von Ariel Ramirez. 1978: Allá lejos y hace tiempo, Regie: Manuel Antín. Kompositionen von Gerardo Gandini.

Literatur Irma Costanzo: “20 clases para aprender música tocando la guitarra”, (Erste Edition: 1978) bei Ricordi Americana (Jetzt Editorial Melos). ISBN 978-987-611-010-5. Pompeyo Camps: “Reportaje a la guitarra” (con Irma Costanzo), Bs. As., Editorial "El Ateneo", 1978

Weblinks Irma Costanzo spielt Asturias von Isaac Albeniz in YouTube Zeitung La Nación: Irma Costanzo, de Fiesta Diario Hoy – La Señora de la Guitarra MagicasRuinas: Irma Costanzo – Variaciones para cuerdas (1970) Irma Costanzo in Discogs

Einzelnachweise

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