Gent–Wevelgem 2021 war ein Eintagesrennen für Frauen. Es fand am 28. März des Jahres statt, am gleichen Tag wie das Rennen Gent–Wevelgem der Männer, und zählte zur UCI Women’s WorldTour 2021.
Streckenführung
Da Belgien noch immer unter der Corona-Pandemie litt, publizierten die Organisatoren im Vorfeld keine detaillierte Streckenplanung, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Öffentlichkeit wurde vielmehr aufgerufen, der Veranstaltung fernzubleiben und sie zu Hause im Fernsehen zu verfolgen.
Der Parcours war im Wesentlichen identisch zum Vorjahr. Von Ypern aus ging es auf eine Schleife nach Nordwesten in die windreiche Region der Moeren, bevor die Fahrerinnen nach gut 60 km das Westflämische Hügelland erreichten. Dort wurden die Steigungen Scherpenberg, Vidaigneberg, Baneberg, Monteberg und Kemmelberg befahren. Es folgte eine längere Schleife Richtung Mesen und Ploegsteert mit drei kurzen Feldwegen, so genannten Plugstreets. Zurück im Hügelland war die Kombination von Monteberg und Kemmelberg ein zweites Mal zu bewältigen. Ab dort war der Rest der Strecke flach und führte über Ypern auf der Nationalstraße N 8 zum Ziel in Wevelgem.
Am Tag des Rennens gab es einen Brand im Zentrum von Menen, wenige Kilometer vor dem Ziel. Aus diesem Grund musste das Peloton umgeleitet werden, der Parcours verlängerte sich um wenige Kilometer.
+ Wichtigste Streckenpassagen Name km vom Ziel Typ Scherpenberg 81,0 Anstieg Vidaigneberg 76,5 Anstieg Baneberg 75,0 Anstieg Monteberg 69,5 Anstieg Kemmelberg (von Südosten) 68 Anstieg mit Kopfsteinpflaster Plugstreet 1 53,7 Feldweg Plugstreet 2 51,3 Feldweg Plugstreet 3 49,1 Feldweg Monteberg 37,5 Anstieg Kemmelberg (von Südosten) 36,0 Anstieg mit Kopfsteinpflaster
Rennverlauf und Ergebnis
Während der ersten Passage der Hügelzone spaltete sich das Peloton in mehrere Gruppen, doch wegen der widrigen Windverhältnisse ließ die Spitzengruppe die übrigen Fahrerinnen wieder aufholen. Auch während der Schleife Richtung Ploegsteert tat sich wenig Entscheidendes. Ein Sturz kurz vor der Rückkehr zum Monteberg schaltete mit Kirsten Wild die Gewinnerin von 2019 aus.
Auf der zweiten Passage des Kemmelbergs setzten sich zunächst Elisa Longo Borghini und Katarzyna Niewiadoma vom Rest des Felds ab. Als diese beiden von einer fünfköpfigen Gruppe mit den guten Sprinterinnen Marianne Vos und Lotte Kopecky eingeholt wurden, sackte das Tempo wieder ab. Weitere Fahrerinnen konnten so anschließen, und eine etwa 40-köpfige Gruppe entstand. Anna Henderson profitierte von der Tempoverschleppung und lancierte eine Soloattacke.
Ausgangs von Ypern nutzte Trek-Segafredo eine Windkante, um die Spitzengruppe erneut zu spalten. Durch die Tempoverschärfung wurde Henderson wieder eingeholt. Aus der reduzierten Spitzengruppe heraus attackierte Longo Borghini zusammen mit Soraya Paladin. Die beiden verschafften sich einen Vorsprung von einer halben Minute. Hinter ihnen vereinigten sich die beiden Gruppen wieder und hatten so genügend Schlagkraft für die Verfolgung. Die beiden Spitzenreiterinnen wurden in den letzten 500 Metern eingeholt, und Vos gewann den Sprint vor Kopecky und Lisa Brennauer.
Teilnehmende Mannschaften
Weblinks
Parcours auf La Flamme Rouge
Einzelnachweise
#2021 Kategorie:Radrennen 2021