Edward Toner Cone (* 4. Mai 1917 in Greensboro/North Carolina; † 23. Oktober 2004 in Princeton/New Jersey) war ein US-amerikanischer Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Komponist und Pianist.
Leben Cone studierte an der Princeton University bei Roger Sessions und war der erste Student, dem es gestattet wurde, als Bachelorarbeit (1939) eine musikalische Komposition – ein Streichquartett – einzureichen. Ebenfalls als einer der ersten Studenten der Universität erhielt er 1942 den Master of Fine Arts im Fach Musik. Klavierunterricht nahm er bei Karl Ulrich Schnabel und Eduard Steuermann. Nach seinem Dienst im Office of Strategic Services begann er 1946 an der Musikfakultät der Harvard University zu unterrichten, wurde im Folgejahr Assistant Professor und erhielt 1960 eine Vollprofessur. Bis zu seiner Emeritierung 1985 unterrichtete er an der Universität Komposition, Musikgeschichte und -theorie. Die Universität ehrte ihn mit einem Woodrow Wilson Fellowship und einem Howard T. Behrman Award und 1985 mit einem Ehrendoktortitel. Von 1979 bis 1983 war er außerdem Andrew D. White Professor-at-Large an der Cornell University. Zu seinen Schülern zählen George Edwards, Malcolm Peyton, Peter Westergaard und David Lewin.
Das kompositorische Werk Cones umfasst u. a. eine Sinfonie, Klavier- und Chorwerke, Lieder, Orchesterwerke und Kammermusik. 1947 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium für Komposition. Als Auftragswerk des Princeton Symphony Orchestra entstand 1954 die Komposition Elegy. Für das New Jersey Bicentennial Festival komponierte er 1974 das Auftragswerk Music for Strings, das vom Concert Orchestra of New Jersey aufgeführt wurde. Für sein Buch The Composer's Voice wurde er 1975 von der ASCAP mit dem Deems Taylor Award ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde er auch zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt.
2004 starb er an den Komplikationen nach einer Herzoperation.
Schriften Musical Form and Musical Performance (1968) The Composer's Voice (1974) Music: A View From Delft (1989)
Quellen Princeton University News, 26. Oktober 2004: Edward T. Cone, music professor, pianist and composer, dies University of Pennsylvania, Penn Libraries: Edward T. Cone Papers The New York Times, 30. Oktober 2004: Edward T. Cone, 87, Music Professor, Dies
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