Albinovanus Celsus war ein römischer Beamter im Umfeld des Tiberius, dem er als Begleiter (comes) und Schreiber (scriba) diente und den er im Jahr 20 v. Chr. auf einer Gesandtschaft nach Armenien begleitete.Horaz, Epistulae 1,8.
Er ist wohl identisch mit dem Dichter Celsus, den Horaz in einem Brief ermahnt, sich nicht zu stark an fremden Vorbildern zu orientieren, und davor warnt, sich an bereits kanonisierten Werken zu bedienen, „die der palatinische Apollo aufgenommen hat“, also in die beim Tempel des Apollo auf dem Palatin befindliche kaiserliche Bibliothek. Dabei verwendet er das Bild einer Krähe, die sich mit fremden Federn schmückt und ausgelacht wird, wenn deren rechtmäßige Besitzer sie zurückfordern.Horaz, Epistulae 1,3,15–20.
Möglicherweise ist er auch mit einem bei Ovid erwähnten Celsus identisch, dessen Tod dieser in den Epistulae ex Ponto beklagt. Ovid schildert ihn dort als engen Freund, der ihm in schwierigen Zeiten beistand und ihn unter anderem von einem Selbstmord abhielt.Ovid, Epistulae ex Ponto 1,9.
Eine Verbindung zum Dichter Albinovanus Pedo wird vermutet, vereinzelt wird auch eine familiäre Beziehung in Betracht gezogen. Celsus könnte der Vater oder der Bruder von Pedo gewesen sein.
Literatur
Prosopographia Imperii Romani (PIR) ² (1933) A 478.
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur der Antike Kategorie:Römer Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert v. Chr. oder 1. Jahrhundert Kategorie:Mann