Ho-fung Hung (* 1972) ist ein Hongkong-chinesischer Soziologe und Politökonom, der als Henry M. and Elizabeth P. Wiesenfeld Professor in Political Economy an der Johns-Hopkins-Universität lehrt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der globalen politischen Ökonomie, bei Protestbewegungen, der Nationalstaatsbildung sowie der chinesischen und ostasiatischen Entwicklung.

Leben und Wirken Hung studierte an der Chinesischen Universität Hongkong und an der State University of New York at Binghamton und promovierte an der Johns Hopkins University in Soziologie. Vor seinem Wechsel an die Johns-Hopkins-Universität lehrte er an der Indiana University Bloomington. Er gilt als Experte für chinesische und globale politische Ökonomie sowie für die Politik Hongkongs.

Zu Hungs Büchern gehört der von ihm herausgegebene Band China and the Transformation of Global Capitalism (2009), der Chinas Einbindung in den globalen Kapitalismus aus weltgeschichtlichem Blickwinkel behandelt. Zu seinen Büchern zählen ferner Protest with Chinese Characteristics (2011) und The China Boom: Why China Will Not Rule the World (2015). In The China Boom argumentiert Hung, dass Chinas exportgetriebenes Entwicklungsmodell weder ein allgemeingültiges Gegenmodell zum Kapitalismus darstelle noch ohne tiefgreifende politische und ökonomische Veränderungen dauerhaft tragfähig sei. Im Jahr 2022 veröffentlichte er City on the Edge: Hong Kong under Chinese Rule und Clash of Empires: From “Chimerica” to the “New Cold War”. City on the Edge deutet die Entwicklung Hongkongs vom vorkolonialen Zeitraum bis zur Gegenwart als Geschichte an der Schnittstelle geopolitischer und geoökonomischer Kräfte und erhielt 2024 den Joseph Levenson Prize in der Kategorie Post-1900. Für 2026 sind mit The China Question: Eight Centuries of Fantasy and Fear und Greenback Empire: Global Dollar Dominance and the New Cold War zwei weitere Bücher angekündigt.

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