Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig ist ein Puppentrick-Kurzfilm von Johannes Hempel von 1954.
Handlung Till Eulenspiegel wandert nach Braunschweig, gibt sich dort aber nicht zu erkennen, denn laut eines Aushangs am Stadttor ist ihm der Eintritt in die Stadt wegen seiner Narreteien verboten. Er kommt an einem Bäckerladen vorbei, wo der Bäckergeselle gerade wütend gekündigt hat, weil der Meister ihn um seinen Lohn betrog. Der Meister und seine Frau bieten Eulenspiegel die Stelle an, die er auch annimmt. Während der faule Bäckermeister sich in der Kneipe betrinkt, muss Eulenspiegel die ganze Arbeit allein machen. Die Frau des Meisters lässt ihm keinen Augenblick Ruhe und er muss auch noch deren Kind in den Schlaf wiegen, wobei er selbst einschläft.
Wenn Eulenspiegel Fragen zu seiner Arbeit stellt und eine sarkastische Antwort bekommt, nimmt er diese wörtlich, um die beiden zum Narren zu halten: So fragt er die Bäckersfrau, wo er die Wäsche aufhängen soll, und bekommt die Antwort, er solle sie in den Baum hängen. Trotz der Kälte macht er das auch, woraufhin sie später die steifgefrorene Wäsche wieder vom Baum holen muss.
Als er den Bäckermeister fragt, was er bis zum nächsten Morgen backen soll, bekommt er zur Antwort: „Eulen und Meerkatzen“. Also backt er viele Lebkuchen in Eulen- und Meerkatzenform. Der Bäcker kommt betrunken von einem Treffen der Bäckerzunft zurück und schimpft über die Verschwendung des Teiges, den Eulenspiegel ihm bezahlen soll. Daraufhin nimmt Eulenspiegel alle Lebkuchen mit zum Marktplatz, wo er sie billig verkauft. Nun kauft niemand mehr die Brote des Bäckers, der gerade mit seinen Zunftkollegen beschlossen hatte, trotz der Armut der Bevölkerung die Brotpreise hochzuhalten. Auf dem Marktplatz tanzen und feiern alle fröhlich. Erst jetzt gibt sich Eulenspiegel zu erkennen und verlässt die Stadt wieder.Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig DEFA-Stiftung, mit Inhaltsangabe
Produktion Der Film ist eine Produktion des DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme;. Am 13. August 1954 kam er in die Kinos. 2024 wurde der Film mit einer Förderung von 22.000 € aus dem Förderprogramm Filmerbe restauriert und digitalisiert.Pressemitteilung der Filmförderungsanstalt zur Förderung der Restaurierung und Digitalisierung 2025 erschien er als Bonusmaterial auf der DVD des 1975 erschienenen Spielfilms Till Eulenspiegel.
Auszeichnungen 1955: Preis des Clubs der Filmschaffenden bei der 1. Kultur- und Dokumentarfilmwoche Leipzig
Weblinks Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig bei der DEFA-Stiftung, mit Filmplakat und Szenenbildern
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1954 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Stop-Motion-Film Kategorie:Film über Till Eulenspiegel Kategorie:Arbeit im Film