mini|Haus Altmühlweg 8 Das ehemalige Kleinbauern- und Fischerhaus Altmühlweg 8 ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in Dollnstein. Das Jurahaus wird unter der Nummer D-1-76-121-67 als Baudenkmal geführt.
Lage Das Haus befindet sich am Altmühlweg zwischen dem Dollnsteiner Felsen und der Altmühl. Regional ist die direkte Umgebung auch als Malerwinkel bekannt. Das Haus trägt die Hausnamen Bollwall oder Fischerle.Johannes Geisenhof in Das Jurahaus Nr. 16, ISSN 0948-5066: Online abrufbar auf: Das Jurahaus - Nummer 16
Architektur und Geschichte mini|Ansicht von der Seite Laut Beschreibung der Bayerischen Denkmalliste handelt es sich um einen breitgelagerten giebelständigen Wohnstallbau mit Kalkplattendach. Das Haus ist im Kern aus dem 16. Jahrhundert oder älter. Eine Teilaufstockung mit Querfirst-Giebel erfolgte um 1870. Auf der Giebelseite ist das Gebäude elf Meter hoch, die Tiefe des Hauses beträgt neun Meter. Der rückwärtige Teil des Gebäudes war historisch ein Rinderstall.
Die ältesten Bestandteile des Hauses verweisen auf das 14. Jahrhundert. Nach dendrochronologischen Untersuchungen erfolgte auf diesem mittelalterlichen Gebäudekern in den Jahren 1537 und 1733 ein weiterer Aufbau. Der Aufbau der oberen Stube mit Zwerchdach erfolgte um 1784 durch die Fischerfamilie Nar. Für das Jahr 1626 ist Margarete Stumfoltin als Eigentümer nachgewiesen. Für das am Haus liegende Fischwasser wurden jährliche Abgaben von zwölf Gulden verzeichnet. Ein Hinweis, dass die Fischerei die Haupteinkunftsquelle des Lehens gewesen sein muss. Eine Erneuerung des Gebäudes fand vermutlich 1870 statt. 1966 wurde der Wirtschaftsteil des Anwesens abgebrochen. Auch die sich auf dem Grundstück befindliche Fachwerkscheune wurde abgerissen. 2008 wurde das Gebäude renoviert und im hinteren Teil um einen Neubau ergänzt.
Siehe auch
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Dollnstein Kategorie:Erbaut in den 1530er Jahren Kategorie:Jurahaus