Blinde Weide, schlafende Frau (Originaltitel: Saules aveugles, femme endormie) ist eine französisch-kanadisch-luxemburgisch-niederländische Koproduktion aus dem Jahre 2022. Regie führte Pierre Földes. Es handelt sich um eine Verfilmung einiger Kurzgeschichten von Haruki Murakami.

Handlung Alle drei Handlungsstränge tragen sich in der Zeit des Tōhoku-Erdbebens 2011 zu.

Der erfolglose Bankmitarbeiter Katagiri steht beruflich unter Druck, als er eines Tages Besuch von einem anthropomorphen Frosch erhält. Dieser warnt ihn vor einem schweren Erdbeben in Tokio und verspricht ihm auch, sich um Katagiris beruflichen Erfolg zu kümmern. Da Katagiri die einzige Person ist, die den Frosch sehen kann, erleidet er Panikattacken und wird schließlich in ein Krankenhaus eingeliefert. Nachdem er wieder erwacht ist, merkt er, dass das Erdbeben, von dem der Frosch gesprochen hat, ausgeblieben ist. Am nächsten Tag wird er von seinem Chef befördert.

Der Film springt zu Kyoko, der Frau von Katagiris Kollegen Komura, die in einem Café einem Bekannten eine Geschichte erzählt, die sich an ihrem 20. Geburtstag zugetragen hat: Sie hat damals in einem italienischen Restaurant gearbeitet und musste einmal einem Kellner aushelfen, der den Chef bedient. Diesen hat aber außer ihm kein anderer Mitarbeiter je zu Gesicht bekommen. Nachdem Kyoko bei ihm eintritt, gratuliert er ihr zum Geburtstag und verspricht ihr, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Er ist darüber erstaunt, dass sie sich nicht Dinge wie Geld, Intelligenz oder Schönheit gewünscht hat.

Komura steht vor der Kündigung, da die Bank Stellen einsparen muss, gleichzeitig wird er von Kyoko verlassen, weil sie an ihm kein Interesse mehr findet. Es ist ihr aber immer noch wichtig, dass Watanabe, der gemeinsame Kater, wieder zurückkehrt. Bei einem Gespräch mit einem Freund, den er bei der Aufnahme ins Krankenhaus begleitet, erinnert er sich aber wieder an die Zeit, in der er Kyoko kennengelernt hatte. Sie war nämlich die erste Frau, die ihn zum Lachen gebracht hat.

Komura nimmt sich anschließend Urlaub und reist zu Bekannten nach Hokkaido. Eine Freundin erzählt ihm die Geschichte von ihrem ersten Geschlechtsverkehr im Wald, bei der sie zur Abwehr von Bären permanent ein Glöckchen läuten musste und Komura muss bei dieser Erzählung spontan lachen. Nach seiner Rückkehr nach Tokio lernt er auf der Suche nach Watanabe eine Nachbarin kennen, die ihn in ihrem Garten nach dem Kater Ausschau halten lässt. Am Ende findet jedoch Kyoko Watanabe in einem ihrer Umzugskartons.

Kritik

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2022 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Kanadischer Film Kategorie:Luxemburgischer Film Kategorie:Zeichentrickfilm Kategorie:Literaturverfilmung