mini|Dorfkirche Lonnewitz mini|Innenansicht zum Altar mini|Altar Die evangelische Dorfkirche Lonnewitz ist eine mehrfach umgebaute romanische Saalkirche im Ortsteil Lonnewitz von Oschatz im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Oschatzer Land im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und kann in der Regel nicht besichtigt werden.Information auf architektur-blicklicht.de
Geschichte und Architektur Die Saalkirche ist romanischen Ursprungs und stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts; die Westvorhalle und der Dachreiter wurden 1653 erbaut. Restaurierungen wurden in den Jahren 1888 und 1894, 1958 und 1991 durchgeführt. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau, der nahezu quadratische Saal ist mit einem eingezogenen, gerade geschlossenem Chor und Apsis versehen; ein Dachreiter bekrönt das Bauwerk. Hohe rechteckige Fenster erhellen das Innere, in der Apsis ist ein romanisches Fenster erhalten. An der Nordseite ist die Sakristei angebaut.
Das Bauwerk ist ein flachgedeckter Emporensaal mit einem erhöhten Triumphbogen. In der Sakristei befindet sich eine Sakramentsnische.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein beachtenswerter, wandelbarer Schnitzaltar, der vermutlich vom Meister des Großweitzschener Altars stammt; die Gemälde wurden von Pankratius Grueber geschaffen; das Ganze ist eines der wenigen in seiner Gesamtheit erhaltenen Werke. Die Predella zeigt eine gemalte Darstellung der Anbetung der Heiligen Drei Könige. Im Schrein befinden sich unter feingearbeitetem Schleierwerk Flachreliefs auf Goldgrund: eine Mondsichelmadonna aufgestellt, flankiert von Jacobus dem Älteren und Johannes dem Täufer. In den Flügeln sind in zwei Reihen übereinander folgende Heilige dargestellt: Laurentius, Antonius der Einsiedler, Martin und vermutlich Norbert sowie Barbara, Klara und Anna Selbdritt. Die Rückseiten und die Standflügel sind mit einer gemalten Darstellung der Verkündigung an Maria sowie der Heiligen Wolfgang und Florian mit den Stifterwappen derer von Schönberg und von Planitz versehen.
Die reichgeschnitzte Kanzel ist in Spätrenaissanceformen gestaltet, in den Brüstungsfeldern sind Bildnisse der Evangelisten in einer Bogenarchitektur dargestellt. Das Taufbecken aus Zinn stammt aus dem Jahr 1726 und ist mit einer Stifterinschrift versehen.
Über die kleine Orgel ist nichts Näheres bekannt.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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