mini|Porträt des Komponisten Alfred Rose Alfred Rose (geboren 9. November 1855 in Niederntudorf;WB/eb: Heimatverein Niederntudorf würdigt Komponist Alfred Rose in einer Ausstellung / Ein fast vergessenes Schicksal, illustrierter Artikel in der Version vom 6. März 2019, zuletzt abgerufen am 21. März 2026Davon abweichend verzeichnete der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) mit Stand März 2026 Roses „Geburtsort: Niedern-Audorf (Westfalen)“; vergleiche die dortigen Angaben gestorben 1. April 1919 in Hannover) war ein deutscher Komponist, Musikpädagoge und Chordirigent eines Chores an der Synagoge in Hannover sowie Herausgeber der Klavierschule Bisping-Rose.Peter Schulze: Alfred Rose und die Musik der hannoverschen Synagoge, Artikel zum Vortrag mit Musikbeispielen durch den Norddeutschen Synagogalchor in der Markuskirche auf der Seite der Villa Seligmann vom am 3. März 2024, zuletzt abgerufen am 21. März 2026

Leben Alfred Rose war Kind jüdischer Eltern, deren Grabstätten sich auf dem Jüdischen Friedhof in Niederntudorf erhalten haben. Auch Roses Geburtshaus hat sich erhalten. Er war Vetter des Schriftstellers, Pädagogen und Schulleiters Jakob Loewenberg.

Seine musikalische Ausbildung durchlief Rose als Schüler von Max Bisping, dem er eine frühe Ausgabe seiner Werks-Bearbeitungen unter dem Titel Neue Klavierschule von Bisping-Rose widmete.Neue Klavierschule von Bisping-Rose / dem Andenken seines geschätzten Lehrers Max Bisping gewidmet von Alfred Rose, 5 Hefte, verschiedene Auflagen, Münster; Ernst Bisping, [um 191.], Angaben über die Swisscollections

Ab 1883 war Rose 36 Jahre lang für die jüdische Gemeinde Hannovers tätig. In der Neuen Synagoge leitete er den Synagogalchor und wirkte mit seinen Kompositionen mit an der Gestaltung der Gottesdienste.

mini|שירי יעקב = Schire Jaakow, Verlag der Musikalienhandlung Arnold Simon

Überregional bekannt wurde er als Musikpädagoge und „Herausgeber der weit verbreiteten Klavierschule Bisping-Rose“, die bis in den 1930er Jahren mit mindestens 388.000 Exemplaren publiziert wurden und die noch bis in die Gegenwart im Fachhandel erhältlich ist.

Der als Chordirigent verzeichnete Alfred Rose bewohnte noch 1917 das Haus Brühlstraße 11A in Hannover,Adreßbuch. Stadt- und Geschäfts-Handbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Hannover und der Stadt Linden 1917, Abteilung III: Alphabetisches Verzeichnis der Einwohner und Handelsfirmen, Hannover: Druck und Verlag von Alfred Pokrantz, 1917, S. 431; Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek über den DFG-Viewer der Deutschen Forschungsgemeinschaft bevor er 1919 im Alter von 63 Lebensjahren verstarb.

Roses Grabmal auf dem Jüdischen Friedhof An der Strangriede wurde durch eine Fliegerbombe während der Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg zerstört.

In der Nachkriegszeit wurde der Name von Alfred Rose in den Ausgaben der Klavierschule „komplett unterschlagen“ und auch seine darin ursprünglich enthaltenen Musikstücke bis auf minimale Übungsstücke und Lieder entfernt.

1993 regte der Heimatverein Niederntudorf erstmals die Benennung einer Straße nach Alfred Rose in seinem Geburtsort an, konnte die Idee zunächst jedoch nicht durchsetzen. So würdigte der Verein nach weiterer, zweijähriger Recherche-Arbeit durch örtliche Heimatforscher – anlässlich des 100. Todestages des Komponisten – Leben und Werk Alfred Roses in einer 2019 im Heimathaus Spissen gezeigten Ausstellung mit einer aufwendigen Eröffnungs-Veranstaltung.

Später wurde Roses Wirken bei weiteren Veranstaltungen wie beispielsweise mit Vorträgen durch den Historiker Peter Schulze und Aufführungen durch den Norddeutschen Synanogalchor in der Villa Seligmann gewürdigt.

Siehe auch Geschichte der Juden in Hannover

Werke (Auswahl) Neue Klavierschule von Max Bisping ... Nach bewährten Grundsätzen drt neueren Klavierpädagogik und des Klavierspiels bearbeitet und herausgegeben von Alfred Rose. Heft I. II. III. IV. V. à 1 Mark zusammen in einem Bande ..., Münster in Westfalen: Verlag von E. Bisping; Leipzig: Friedrich Hofmeister, ; Volltext-Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Münster שירי יעקב = Schire Jaakow. Gemischte- und Männerchöre, Soli und Rezitative für den israelitischen Gottesdienst mit und ohne Begleitung der Orgel, Partitur mit Gesangstexten in hebräischer Sprache, Hannover: Arnold Simon, 1914; Digitalisat der Goethe-Universität Frankfurt am Main Andor Izsák: Schire Jaakow ... (= Schriftenreihe des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik, Bd. 4), Neudruck der Ausgabe von 1914, Hannover: Hochschule für Musik und Theater, Europäisches Zentrum für Jüdische Musik, 1996 Jugend-Album. Opus 12 für Klavier solo, Partitur, 15 Stücke für Klavier solo; Neuausgabe Bärenthal: Musikeigenverlag Michael H. Lang, 2024; Inhaltsangabe

Weblinks

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Chorleiter Kategorie:Musikpädagoge Kategorie:Herausgeber Kategorie:Person des Judentums (Hannover) Kategorie:Person (Calenberger Neustadt) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1855 Kategorie:Gestorben 1919 Kategorie:Mann