mini|Pfarrkirche St. Michael Peiting Die denkmalgeschützte römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael steht am Hauptplatz 21 im Markt Peiting im Landkreis Weilheim-Schongau im Regierungsbezirk Oberbayern.
Geschichte Bereits im 11. Jahrhundert gibt es eine Kirche in Peiting. Aus dieser Zeit haben sich Bauteile im unteren Bereich des Turmes und Säulen unter der Altarmensa erhalten. Am 28. August 1194 schenkte Herzog Conrad von Schwaben die Kirche in Peiting dem Kloster Steingaden.
Architektur Außenbeschreibung mini|St. Michael Peiting, Ansicht von Norden, 2011 Der außen verputzte Saalbau mit vier Jochen im Langhaus und mit einem stark eingezogenen Polygonalchor ist auf Resten mittelalterlicher und neuzeitlicher Vorgängerbauten errichtet. Der Chor ist im Kern spätgotisch. Er hat 2 Joche und einen dreiseitigen Abschluss. Das erste Joch ist beidseitig ähnlich einem Querschiff bis kurz über die Langhauswände verbreitert worden. Das Langhaus wurde erneuert von Anton Baumgartner 1783/85 und 1855/56 nach Westen bis zum Kirchturm verlängert. Im Osten ist eine zweigeschossige Sakristei angefügt. Die Fenster sind als Rundbogenfenster mit klarem Glas eingebaut.
Der quadratische steinsichtige Turm aus Tuffstein stammt im unteren Bereich aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Unterhalb der Traufe sind auf der Süd-, Ost- und Nordseite Triforien-Fenster vorhanden. Darunter sind drei Skelett-Zifferblätter angebracht, die seit 1965 durch ein elektrisches Turmuhrwerk angetrieben werden. Dieses ersetzte ein geschmiedetes mechanisches Turmuhrwerk von Johann Mannhardt aus dem Jahr 1827, am Ort seit 1837, welches die Zeit auf drei gemalte quadratische Zifferblätter anzeigte. Das alte Uhrwerk ist im Klösterle-Museum zu besichtigen. Im Turm befindet sich der Holzglockenstuhl mit insgesamt sechs Glocken. Das Zeltdach des Turmes ist mit Kupfer gedeckt, die übrigen Dächer von Langschiff, Chor und Sakristei sind mit roten Dachziegeln gedeckt.
Der Zugang zur Kirche erfolgt hauptsächlich über zwei Vorzeichen im ersten Joch, jeweils an der Süd- und Nordseite des Schiffs sowie durch ein Portal im Turm.
Unter dem Chor befindet sich eine romanische Krypta mit einer Länge von 9 m, Breite 8,20 m und Höhe von 2,90 m. Das Kreuzgewölbe wird von vier einfachen Säulen getragen. Diese wurde zuletzt als Kriegergedächtnisstätte für die Toten und Vermissten beider Weltkriege genutzt. Wegen der nur sporadischen Zugänglichkeit der Krypta wurden die Namenstafeln der Toten und Vermissten 2012 neben dem Kriegerdenkmal unweit der Kirche auf dem Hauptplatz angebracht.
Innenbeschreibung mini|St. Michael, Blick zum Chor
mini|St. Michael, Blick zur Empore
Das ursprünglich romanische Gotteshaus wurde im 14. Jahrhundert gotisch umgestaltet. Zwischen 1732 und 1735 wurde die Kirche im Stil des Rokoko durch Stuck und Ausmalung verändert.
Literatur
Weblinks
Website des Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Peiting Peiting Peiting Peiting Peiting Kategorie:Erbaut im 11. Jahrhundert Peiting Kategorie:Baudenkmal in Peiting