Der Besuch im Karzer ist eine Fernsehkomödie aus dem Jahr 1961 nach der gleichnamigen Erzählung von Ernst Eckstein.
Handlung In einem „Gymnasium der guten alten Zeit“: Der Lateinlehrer und Schuldirektor Heinzerling erwischt den Primaner Wilhelm Rumpf dabei, wie dieser sich vor seinen Klassenkameraden über ihn lustig macht und ihn mit täuschend echter Stimme parodiert. Heinzerling verurteilt Rumpf zu zwei Tagen Haft im Karzer im Keller der Schule. Für seinen Widerspruch gegen diese Entscheidung bekommt er einen weiteren Tag und wird vom Pedell Quaddler abgeführt, wobei er weiter den Direktor imitiert.
Später besucht Heinzerling Rumpf in seiner Zelle, um zu sehen, ob dieser seine Tat bereut. Rumpf nutzt die Gelegenheit, den Direktor in den Karzer zu sperren und zu fliehen. Der Direktor ruft Quaddler zu Hilfe, doch dieser hält Heinzerlings Stimme für die des weiter parodierenden Rumpf und weigert sich, die Tür zu öffnen. Heinzerling ist die Komik der Situation bewusst, jedoch befürchtet er eine öffentliche Blamage, falls herauskommt, dass er im Karzer saß.
Rumpf kehrt heimlich zum Karzer zurück und lässt Heinzerling frei, unter der Bedingung, dass ihm selbst die Strafe erlassen wird. Zudem muss er versprechen, bis zu Heinzerlings Ruhestand niemandem von der Geschichte zu erzählen. Heinzerling bringt Rumpf wieder in den Unterricht und lässt im Klassenbuch eintragen, dass er ihn „in Anbetracht seines aufrichtig reuigen Betragens“ begnadigt habe.
Produktion Der Besuch im Karzer ist eine Produktion des Süddeutschen Rundfunks und wurde am 26. März 1961 zum ersten Mal ausgestrahlt. Das Szenenbild stammt von Jürgen Schmidt-Oehm.
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