Die Braunschwanz-Luzon-Baumratte oder Braunschwanz-Zwergborkenratte (Carpomys phaeurus) ist ein im nördlichen Teil der Insel Luzon innerhalb der Philippinen endemisches Nagetier in der Unterfamilie der Altweltmäuse. Es bildet mit der Schwarzschwanz-Luzon-Baumratte eine Gattung. Das Typusexemplar stammt von den Hängen des Berges Data.

Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 166 bis 175 mm, einer Schwanzlänge von 156 bis 161 mm und einem Gewicht von etwa 123 g ist das Tier kleiner als der andere Gattungsvertreter. Es sind ungefähr 32 mm lange Hinterfüße und Ohren von etwa 19 mm Länge vorhanden. Typisch sind meist weiches und dickes Fell sowie der namensgebende dunkelbraune und behaarte Schwanz. Im Gegensatz zur Schwarzschwanz-Luzon-Baumratte setzt sich das Fell der Oberseite nicht auf dem vorderen Bereich des Schwanzes fort. Auf dem Rücken kommt dunkelbraunes Fell mit verstreuten schwarzen Strichen vor, deren Haare leicht borstiger sind. Unterseits sind die Haare an der Wurzel hellgrau, in der Mitte hellgelb und an den Spitzen weiß. Die Grenze zwischen beiden Bereichen ist deutlich. Kennzeichnend für den Kopf sind dunkle Augenringe sowie hellbraune und abgerundete kleine Ohren, die weniger Haare als beim anderen Gattungsmitglied tragen. Die Braunschwanz-Luzon-Baumratte hat am Schädel einen kurzen Schnauzenteil (Rostrum) und eine gut gerundete Hirnschale. Die vier paarig angeordneten Zitzen der Weibchen liegen im Leistenbereich. Ein bei diesen vorhandener Auswuchs am Ausgang der Harnröhre kann mit einem Penis verwechselt werden.

Verbreitung und Lebensweise Dieses Nagetier bewohnt die Cordillera Central auf Luzon gewöhnlich zwischen 2100 und 2500 Meter Höhe. Vermutlich kann sie schon ab 1600 Meter Höhe angetroffen werden. Die Art hält sich in moosbewachsenen Bergwäldern auf. Soweit bekannt klettert das Tier in Bäumen. Ein Exemplar wurde auf einer Eiche 5 Meter über dem Grund registriert. Für die Braunschwanz-Luzon-Baumratte wird eine nachtaktive Lebensweise angenommen. Am Tage scheint sie sich auch zwischen Wurzeln zu verstecken. Die Nahrung besteht aus Pflanzensamen. Zur Fortpflanzung fehlen Informationen.

Gefährdung In den bewohnten Höhenlagen versuchen nur sehr wenige Bauern Gemüse anzubauen. Auch die Forstwirtschaft spielt in dieser Region keine Rolle. Teile des Verbreitungsgebiets liegen im Balbalasang-Balbalan-Nationalpark. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).

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Einzelnachweise

Kategorie:Langschwanzmäuse Kategorie:Endemisches Tier Luzons