Die Santa Barbara, auch USS Santa Barbara (Kennung AE-28 / T-AE-28) war ein Munitionstransporter der Kilauea-Klasse der United States Navy, das von 1970 bis 1998 in Dienst stand. Das Schiff war nach der Stadt Santa Barbara im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien benannt.
Geschichte Die Santa Barbara wurde am 30. Dezember 1966 auf der Bethlehem Sparrows Point Shipyard in Sparrows Point, Maryland, auf Kiel gelegt, am 23. Januar 1968 vom Stapel gelassen – unter der Patenschaft von Mrs. Graeme C. Bannerman, der Ehefrau des stellvertretenden Marineministers für Anlagen und Logistik – und am 11. Juli 1970 in Dienst gestellt.
Nach der Ausrüstung auf der Norfolk Naval Shipyard traf die Santa Barbara am 18. September 1970 in ihrem vorgesehenen Heimathafen Davisville, Rhode Island, ein. Am 6. Oktober führte das Munitionsschiff seine erste Versorgung auf See durch.
Am 15. Oktober verließ die Santa Barbara Davisville und nahm Kurs auf die Karibik, um in der Bahía de Guantánamo auf Kuba ein sechswöchiges Erprobungs- und Ausbildungsprogramm (Shakedown) zu absolvieren. Nach Abschluss dieses Programms am 25. November kehrte die Santa Barbara am 5. Dezember in ihren Heimathafen Davisville zurück.
Am 11. Januar 1971 stach die Santa Barbara erneut in See und lief das Naval Ammunition Depot in Earle, New Jersey, an, um ihre erste reguläre Munitionsladung aufzunehmen; dieser Vorgang wurde vier Tage später auf der Naval Weapons Station in Yorktown, Virginia, abgeschlossen.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Davisville lief die Santa Barbara am 1. Februar aus, um an ihren ersten regulären Flottenübungen teilzunehmen. Im Rahmen der „Operation Springboard“ operierte das Munitionsschiff gemeinsam mit Einheiten der Task Force 27 von Roosevelt Roads, Puerto Rico, aus. Bis zum 25. Februar versorgte es dabei 17 Schiffe mit neuer Munition und übertrug erfolgreich mehr als 400 Tonnen Flugkörper, Bomben und Geschosse. Am 15. März begann für die Santa Barbara eine zweimonatige Werftliegezeit auf der Boston Naval Shipyard. Nach dem Auslaufen am 25. Juni traf das Schiff bereits am darauffolgenden Tag wieder in Davisville ein.
Im Juli lief das Schiff Guantánamo Bay auf Kuba an, um dort eine Auffrischungsausbildung zu absolvieren, und kehrte im August nach Davisville zurück. Im September wurde die Santa Barbara ins Mittelmeer verlegt; am 17. März 1972 kehrte sie in die Vereinigten Staaten zurück. Im April verließ sie die Küste Neuenglands für eine kurze Einsatzfahrt in die Karibik. Nachdem sie Ende Mai nach Rhode Island zurückgekehrt war, lief sie am 5. Juni erneut aus – diesmal mit dem Befehl zu einem ausgedehnten Einsatz in den westlichen Pazifik. Nach sieben Monaten in asiatischen Gewässern lief die Santa Barbara am 5. Februar 1973 in Pearl Harbor auf Hawaii ein. Anschließend nahm sie Kurs auf Quonset Point, Rhode Island, und erreichte ihr Ziel – nach der Durchquerung des Panamakanals – am 22. desselben Monats. Während des restlichen Jahres 1973 sowie in den ersten drei Monaten des Jahres 1974 war sie entlang der Ostküste und in der Karibik im Einsatz. Im April 1974 trat die Santa Barbara eine weitere Mission im Mittelmeer an.
Ursprünglich in Davisville, Rhode Island, beheimatet, wurde ihr Heimathafen – noch vor der Schließung der Charleston Naval Base – für eine gewisse Zeit nach Charleston, South Carolina, verlegt; einer der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte Amerikas.
Nach ihrer Außerdienststellung am 30. September 1998 wurde die Santa Barbara noch am selben Tag an das Military Sealift Command (MSC) – Naval Fleet Auxiliary Force – überstellt, wobei ihre Rumpfnummer in T-AE-28 geändert wurde. Sie verblieb im Dienst des MSC, bis sie schließlich am 5. August 2005 endgültig ausgemustert wurde. Im Jahr 2007 wurde sie zum Abwracken verkauft.
Auszeichnungen Zu den Auszeichnungen der Santa Barbara zählen die „Battle Efficiency ‚E‘ Awards“, die in den Jahren 1979, 1980, 1989 und 1993 für außergewöhnliche Leistungen aller Abteilungen errungen wurden. Im Jahr 1973 wurde ihr die „Meritorious Unit Commendation“ für zahlreiche während des Vietnamkriegs aufgestellte Rekorde bei der Seeversorgung verliehen – eine Auszeichnung, die sie 1988 erneut für ihre Leistungen während ihres Einsatzes im Mittelmeer im März desselben Jahres erhielt. 1989 errang sie den „Golden Anchor Award“ für die beste Personalbindung innerhalb ihrer Schiffsklasse; zudem fungierte sie als Stammschiff für den „Sailor of the Year“ (Matrose des Jahres) der „Surface Forces Atlantic“ des Jahres 1989. Während ihrer Einsätze in den Jahren 1991 und 1994 wurde ihr die „Southwest Asia Service Medal“ verliehen, da sie zur Unterstützung der 5. Flotte in den Indischen Ozean und das Rote Meer vorstieß. Zu ihren jüngsten Auszeichnungen zählen der „Maritime Warfare Excellence Award“, der „Engineering/Survivability Excellence Award“, der „Command and Control Excellence Award“, der „Logistics Management Excellence Award“ sowie erneut die „Meritorious Unit Commendation“ für ihre Leistungen während ihres Mittelmeer-Einsatzes im Zeitraum von 1992 bis 1994. Darüber hinaus erhielt das Schiff einen „Campaign Star“ (Einsatzstern) für seine Verdienste im Vietnamkrieg.
Weblinks
SANTA BARBARA (AE 28) im Naval Vessel Register (englisch)
Kategorie:Hilfsschiff (Vereinigte Staaten)