Einfach die Wahrheit ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2013. Er entstand im Auftrag der ARD Degeto.

Handlung

Staatsanwältin Charlotte Reinke lebt in einer Beziehung, in der sie auch nach drei Jahren Angst vor dem nächsten Schritt hat. Beruflich ermittelt sie im Fall der achtjährigen Laura, die ihren Vater beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben. Die Videovernehmung des Mädchens scheint zunächst nahezulegen, dass der Verdacht zutrifft. In der Verhandlung bezweifelt die Verteidigung die Richtigkeit von Lauras Aussage, weil diese nach ihrer Vernehmung ihre Mutter fragte, ob sie alles richtig gemacht habe, und weil Lauras Mutter gerade an dem Tag Anzeige erstattete, als sie von Solveig Zurner, der neuen Partnerin ihres Mannes, erfuhr. In der Videobefragung vor Gericht sagt Laura aus, ihr Vater habe nichts getan, was sie nicht wollte. Staatsanwältin Reinke beantragt erfolgreich die Vertagung des Prozesses. Gutachterin Thiel schließt aus, dass Laura die Unwahrheit sagt oder beeinflusst wurde. Laut ihrer Einschätzung hängt alles von Lauras Aussage ab. In einem Gespräch mit dem JVA-Insassen Brandner, der wegen Missbrauchs an seinem Sohn verurteilt wurde, versucht Reinke herauszufinden, wie Lauras Vater tickt.

Plötzlich ist Laura verschwunden; ihre Mutter vermutet, dass sie bei ihrem Vater ist. Als ihr Vater sie zurückbringt, sagt sie, sie sei abgehauen, weil sie zu ihrem Vater wollte. Als er erfolgreich einen Antrag auf Eltern-Kind-Zusammenführung stellt, um eine Eltern-Kind-Entfremdung zu vermeiden, will sie mit Laura die Flucht ergreifen. Reinke bittet darum, erst einmal mit ihm reden zu können. Auf das Umgangsrecht mit Laura will er nicht verzichten, erlaubt aber, dass seine Frau dabei sein darf. Laura freut sich auf den gemeinsamen Ausflug mit ihren Eltern. Während des Ausflugs dreht Lauras Mutter durch, als sie meint, dass er Laura unsittlich berührt; Laura rennt davon.

In einem Gespräch mit ihrem Freund Rainer spricht Reinke davon, dass ihre Tochter vielleicht keinen tödlichen Unfall gehabt hätte, wenn sie sie rechtzeitig abgeholt hätte. Nach Lauras Flucht versuchen ihre Eltern vergeblich, Reinke anzurufen. Inzwischen ruft Laura bei Reinke an, die Laura zu sich nach Hause nimmt. Reinke findet auf Lauras Karaoke-Maschine zufällig eine Tonaufnahme, auf der Lauras Vater sie mit einer Hautcreme einschmiert, sie ihm zeigen müsse, dass sie ihn lieb hat und Laura ihn bittet, aufzuhören. Vor Gericht reicht eine Tonaufzeichnung jedoch nicht aus, weil sie nicht so eindeutig ist wie eine Filmaufnahme; es bräuchte zusätzlich einen unanfechtbaren Beweis wie Lauras Aussage oder ein Geständnis ihres Vaters.

Der Oberstaatsanwalt sieht sich gezwungen, Reinke aus dem Fall rauszunehmen, weil sie sich möglicherweise wegen Kindesentziehung strafbar gemacht hat. Sie konfrontiert Lauras Vater mit der Tonbandaufnahme und versucht vergeblich, ihn zu einem Geständnis zu bewegen. Da Brandner Devotionalien an den Missbrauch an seinem Sohn aufbewahrt hat, bittet Reinke Solveig Zurner um Hilfe und findet im Zimmer von deren Sohn Jonas Gegenstände, die Laura angeblich verloren hat und ihr Vater als Devotionalien aufgehoben hat. Als der Richter beide Beweisvorlagen für nicht ausreichend befindet, muss Laura im Gerichtssaal aussagen. Als vor Gericht ein Bild von Laura unter der Dusche gezeigt wird, das sich unter den Devotionalien befand, will Laura alles erzählen. Da greift ihr Vater ein und gesteht den Missbrauch, stellt ihn aber als echte Liebe dar.

Kritiken

Weblinks

Einfach die Wahrheit auf www-tittelbach.tv

Einzelnachweise

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