Die Georgenkirchstraße ist eine Straße in Berlin-Friedrichshain.
Lage miniatur|Berlin 1914, mit Georgenkirchstraße (Mitte rechts) Die Georgenkirchstraße verläuft von der Barnimstraße in nordöstlicher Richtung an der Höchste Straße vorbei bis zur Friedenstraße.Georgenkirchstraße Xhain, mit zwei Fotos Auf deren westlichen Seite steht die St. Bartholomäus-Kirche, daneben verläuft die Otto-Braun-Straße als Parallelstraße.
Die Georgenkirchstraße führte ursprünglich vom Georgenkirchplatz in der Nähe des Alexanderplatzes durch die Katharinenstraße, und die Lietzmannstraße bis zur Gollnowstraße, ab etwa 1840 weiter bis zur Friedensstraße. Seit 1972 blieb nur noch der Teil nördlich der Mollstraße bestehen, 2011 wurde dessen südlicher Teil in Pauline-Staegemann-Straße umbenannt.
Geschichte Sie war zuerst ein Feldweg, der vom Georgenhospital und der Georgenkirche nach Nordosten führte, parallel zur Fernstraße nach Bernau. 1723 hieß sie Kirch-Gasse, 1786 Grosse Kirch-Gasse und 1799 Große Georgenkirch-Gasse.Karte von 1723 (unten links, gedrehte Karte), erste Karte von Berlin mit Straßennamen der Königsstadt, siehe auch spätere Karten und Friedrich Nicolai, Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam, 1786 In dieser Zeit war sie bereits bebaut. 1855 wurde an deren nördlichen Ende die St. Bartholomäus-Kirche gebaut. 1861 beantragten Anwohner deshalb die Umbenennung in Bartholomäusstraße, was aber abgelehnt wurde.Hermann Vogt, Die Straßen-Namen Berlins, 1885, S. 28, mit einigen kurzen Informationen zur Geschichte der Straße Seit 1862 heißt sie Georgenkirch-Straße.
Von 1943 bis 1945 wurden die meisten Gebäude durch Kriegseinwirkungen beschädigt oder zerstört. In den 1950er und 1960er Jahren wurden alle außer das Missions-Haus abgerissen. Der Bereich südlich der Mollstraße wurde mit Neubauten überbaut und 1972 offiziell aufgehoben.Georgenkirchstraße Kauperts, Geschichte Im nördlichen Teil wurden einige Neubauten entlang des bisherigen Straßenverlaufs errichtet.
Gebäude und Bewohner Bestehende Gebäude
miniatur|Missionshaus Das Missionshaus von 1873 ist als einziges historisches Gebäude erhalten. Außerdem gibt es mehrere Neubauten auf dem verbliebenen kurzen Abschnitt der Straße.
Ehemalige Gebäude miniatur|Gewerbekomplex Georgenkirchstraße 44 (rechts) und Gollnowstraße 12 (links), um 1900
Bis 1945 standen in der Georgenkirchstraße viele Wohn- und Geschäftshäuser, in denen es auch einige Fabriken und weitere Gewerbe gab. Die Nummerierung verlief von der Friedenstraße auf der nordwestlichen Straßenseite bis zum Georgenkirchplatz und auf der anderen Straßenseite wieder zurück., auch weitere Jahre
Nr. 2 Gemeindeschule, 1850, zwei Gemeindeschulen, 1907 Nr. 2 Städtische Fortbildungsschule für Mädchen, vor 1900–nach 1907Uebersicht über das Fortbildungswesen, um 1901, S. 60, mit Details, Unterrichtsfächer usw., auch weitere Jahre Nr. 2 Standesamt, 1907 Nr. 11 Gemeindeschule, 1907 Nr. 22 Sportstudio Seelig, bis 1933, danach Katter Nr. 23 Gasthof zur goldenen Krone, 1907 Nr. 24 Lippmann-Tauß-Synagogenverein, mietete um 1892 einen Raum als Betsaal, zog bald wegen des Lärms der umliegenden Fabrikräume wieder aus Nr. 40 Ortskrankenkasse, vor 1902–nach 1907, gab jährliche Wohnungs-Enquete über schlechte Wohnverhältnisse heraus Nr. 44 Heintze & Blanckertz, Gewerbekomplex zur Gollnowstraße 12 Nr. 64 Armenküche, 1907 Nr. 69/70 Evangelisches Missionshaus, seit 1873
Weblinks
Georgenkirchstraße Xhain Georgenkirchstraße Kauperts
Einzelnachweise
Kategorie:Straße in Berlin Kategorie:Berlin-Friedrichshain