mini|hochkant|Elli Unruh (2026) Elli Unruh (* 1987 in Georgijewka, Kasachische SSR, jetzt Qordai, Republik Kasachstan) ist eine deutsche Schriftstellerin und Bibliothekarin. Ihr Roman Fische im Trüben wurde 2026 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Leben Unruhs Eltern zogen kurz vor ihrem ersten Geburtstag mit ihr nach Deutschland. Sie wuchs in Süddeutschland auf. Sie studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule der Medien Stuttgart. Sie arbeitet im Deutschen Literaturarchiv Marbach und lebt in Stuttgart.

Wirken Für die Fertigstellung ihres ersten Romans erhielt Unruh eine Förderung der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie des Förderkreises für Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Baden-Württemberg. Fische im Trüben (2025) erzählt in lose miteinander verbundenen Episoden vom Alltag einer mennonitischen Familie der russlanddeutschen Minderheit in den 1970er-Jahren im Süden Kasachstans. Die Kritik hob besonders die atmosphärische Dichte, die Präzision der Milieuschilderung und die von russischen Einsprengseln und Plautdietsch geprägte Sprache hervor. Nennenswert ist, dass Unruh die Geschichte von Enteignung, Deportation, Zwangsarbeit und fortdauernder Diskriminierung nicht als lineare Historienerzählung, sondern aus Familien- und Dorfperspektiven entfaltet.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Deutschland) Kategorie:Sowjetischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Frau