mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet des Brooks-Dayak-Flughundes Der Brooks-Dayak-Flughund (Dyacopterus brooksi) ist ein auf Sumatra endemisches Fledertier in der Gattung der Dayak-Flughunde. Die Population galt noch bis in die 1990er Jahre als Synonym des Gemeinen Dayak-Flughundes. Das Typusexemplar wurde an einem Fluss etwa 160 km nördlich der Stadt Bengkulu gefunden. Der Finder war der britische Chemiker Cecil Joslin Brooks, der auf seinen Reisen Pflanzen, Insekten und andere Tiere sammelte. Er wurde von Oldfield Thomas mit dem Artzusatz geehrt.
Merkmale Der Flughund ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 115 bis 120 mm, einer Schwanzlänge von 17 bis 20 mm und einem Gewicht von 86 bis 91 g für seine Gattung eher groß. Er hat 81 bis 83 mm lange Unterarme und Ohren von etwa 20 mm Länge. Kennzeichnend für den Kopf sind eine breite Schnauze mit kurzen rohrförmigen Nasenöffnungen, die dicke Wände besitzen. Auf dem Philtrum und auf der Unterlippe befinden sich warzenartige Auswüchse, die auf der Unterlippe deutlich größer sind. Weiterhin sind am Kopf große Augen mit brauner Regenbogenhaut und kleine zugespitzte Ohren vorhanden. Das Tier hat eine nackte Schnauze mit brauner Haut und die Oberseite des Kopfes trägt kurzes graubraunes Fell. Die Oberseite ist mit braunem Fell bedeckt, bis auf gelbliche Stellen an jeder Seite des Nackens. Auf der Unterseite gibt es nur wenige hellbraune Haare auf Kehle und Brust, die zur Seite hin dunkler werden. Der Bauch ist mit cremefarbenem Fell bedeckt. Typisch sind dunkelgraue Flughäute und eine Putzkralle am zweiten Finger. Diese sieht, wie die Krallen der Füße aufgrund fehlender Pigmente weiß aus. Der Schwanz dieser Art ragt aus der Schwanzflughaut heraus und die Fersensporne (Calcar) sind kurz. Der Gaumen trägt 17 bis 19 Querwülste, also weniger als beim Gemeinen Dayak-Flughund. Die Zahnformel ist wie bei allen Gattungsmitgliedern I 2/2, C 1/1, P 2/3, M 1/2, was 28 Zähne im Gebiss ergibt. Weitere Unterschiede zu den beiden anderen Arten bestehen in abweichenden Details der Zähne und des Schädels.
Verbreitung und Lebensweise Das Tier ist auf ganz Sumatra verbreitet. Zwei Funde aus einem Naturreservat im Osten von Borneo, werden bis zu einer genauen taxonomischen Studie dieser Art zugerechnet. Soweit bekannt lebt das Tier im Flachland in tropischen Regenwäldern, die leicht verändert sein können. Die bisherigen Funde lassen vermuten, dass der Flughund überwiegend Feigen frisst. Mit den vorhandenen Kiefer- und Gebissmerkmalen könnte er Früchte mit harter Schale knacken. Ein Weibchen mit aktiven Zitzen wurde im Oktober registriert. Zu den Aktivitätszeiten und zu den benutzten Ruheplätzen liegen keine Informationen vor.
Gefährdung Die Umwandlung der Wälder in Anbauflächen schreitet auf Sumatra rasch voran. Dabei kommt es zu unbeabsichtigten Waldbränden. Eine Jagd auf den Flughund zur Fleischgewinnung findet nicht statt. Die IUCN hat den gesamten Populationsrückgang zwischen 2014 und 2019 auf etwa 30 Prozent geschätzt. Deshalb wird die Art als gefährdet (vulnerable) gelistet.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Flughunde Kategorie:Endemisches Tier Sumatras