mini|Pfarrkirche Schaibing Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Josef steht in der Kirchstraße 5 im Ortsteil Schaibing des Marktes Untergriesbach im niederbayerischen Landkreis Passau in Bayern.

Geschichte Schaibing ist ein Ort aus der ersten Siedlungsphase. Er war Teil des Hochstifts Passau. Ab wann es in Schaibing eine Kapelle oder andere Andachtsstätten gab, ist nicht nachweisbar. Im Jahr 1867 ist das Dorf Schaibing mit 13 Häusern und 125 Seelen ein Teil der Pfarre Untergriesbach, der Weg zu Fuß zur Pfarrkirche St. Michael in Untergriesbach dauert eine Stunde.

mini|Ehemalige Dorfkapelle, jetzt Leichenhaus

Aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt die Dorfkapelle, ein giebelständiger Satteldachbau mit eingezogener, halbrunder Apsis und rundbogigen Öffnungen, in der Dorfstraße 48. Momentan wird sie als Leichenhaus genutzt. 1913 wird sie als einfache Kapelle genannt. 1933:„St. Josef in Schaibing, ein dürftiger und baufälliger Raum, in welchem seit 1. September 1926 Schulmesse gehalten wird.“ 1935 baute man nördlich an die Kapelle eine hölzerne Notkirche.

Seit dem 1. September 1936 ist Schaibing eine Expositur von der Pfarre St. Michael Untergriesbach, zum 1. September 1954 wurde aus der Expositur die eigenständige Pfarre St. Josef im Dekanat Obernzell.

Die Kirche wurde vom Frühjahr 1952 bis zum Herbst 1953 nach Plänen des Diözesanbaumeisters Alfons Hornsteiner erbaut. Nachdem bereits im Winter 1951/1952 Bauholz gesammelt wurde, konnte zu Ostern 1952 der Bauplatz abgesteckt werden. Am. 1. Juni 1952 wurde der Grundstein gelegt. Binnen vier Monaten schritten die Bauarbeiten, insbesondere wegen der zahlreichen Eigenleistungen, zügig voran. Am 29. August 1952 feierte man das Richtfest. Die Kirchweihe fand am 21. und 22. September 1953 durch Bischof Simon Konrad Landersdorfer OSB statt.

Eine komplette Generalrenovierung der Pfarrkirche samt Neugestaltung des Altarraumes fand 1987 statt.

Architektur

Außenbeschreibung

Die Kirche ist ein Saalbau mit 7 Fensterachsen und eingezogenen Chor. Der Bau ist etwas aus der Ost-West-Achse verdreht. Der Zugang zur Kirche erfolgt über zwei seitliche Portale mit Stufen und Vordach in der dritten Fensterachse, jeweils an der südlichen und nördlichen Seitenwand. An der südlichen Wand des Chores ist die unterkellerte Sakristei angebaut. In der nordöstlichen Ecke ist der 29 m hohe quadratische Turm angebaut. Im Turm ist der Glockenstuhl mit den Glocken eingebaut. Der Turm hat ein 5 m hohes Pyramidendach mit Kupferdeckung. Das Satteldach mit durchgehendem First über Langschiff und Chor ist mit roten Biberschwanzziegeln gedeckt. Die gleiche Dachrindeckung besitzt das Pultdach der Sakristei.

Die Mauern der Kirche sind aus Ziegelsteinen errichtet. Außen sind die Wände mit Granitstein verblendet.

Friedhof Nördlich der Kirche befindet sich der 0,35 ha große Friedhof.

Literatur Bistumsbeschreibungen (chronologisch) Martin Süss: Tabellarische Beschreibung des Bisthums Passau, mit einer Karte desselben; Passau 1828 (Digitalisat) Joseph Rottmayr: Statistische Beschreibung des Bisthums Paßau; Passau 1867 (Digitalisat) Statistische Beschreibung der Diözese Passau nach dem Stande von Ostern 1913; Passau 1914 (Digitalisat) Handbuch des Bistum Passau, (ab 1933) Stand vom 1. Dezember 1933, Passau 1934 (Digitalisat) Stand vom 1. Januar 1958, Passau 1958 (Digitalisat) Stand vom 1. August 1981, Passau 1981 Stand vom 1. Juni 2010, Passau, 2010

Weblinks Homepage des Pfarrverbands Untergriesbach

Einzelnachweise

Schaibing Kategorie:Bauwerk in Untergriesbach Schaibing Schaibing Kategorie:Erbaut 1953 Schaibing