Das Doppelhaus Landrat-Christians-Straße 103–105, im Ortskern beim Rathaus Blumenthal in Bremen, Stadtteil Blumenthal, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es als Wohnhaus genutzt.

Das Gebäude steht seit 2026 unter bremischem Denkmalschutz.

Geschichte Die Landrat-Christians-Straße hat in Blumenthal eine besondere Bedeutung. 1884 gründeten Bremer Kaufleute die Bremer Woll-Kämmerei (BWK). Damit änderte sich die Struktur in dem bis dahin ländlichen Ort erheblich.

Das ein- und zweigeschossige, traufständige, historisierende Wohngebäude wurde um 1883 nach Plänen der Blumenthaler Baufirma B. Lohmüller für den Maurermeister Bernhard Heinrich Lohmüller (1846–1910) gebaut. Der Putzbau mit Krüppelwalmdach mit zwei Wohnungen hat straßen- und gartenseitig geschlossene, spiegelsymmetrische Fassaden, die durch backsteinsichtige Lisenen und Bänder gegliedert wurden.

Johann Heinrich Conrad Oelfken kaufte 1886 die Nr. 103. Er war leitender Angestellter bei der Bremer Woll-Kämmerei (BWK) und auch stellvertretender Gemeindevorsteher von Blumenthal. Oelfkens hier aufgewachsene Tochter Maria Wilhelmine war später die Pädagogin und Schriftstellerin Tami Oelfken (1888–1957). Eine Gedenktafel vor dem Haus erinnert an die berühmte Tochter der Stadt.

1927/28 kaufte die BWK das Haus zur Nutzung als Werkswohnung. Sie ließ es umbauen für nunmehr je zwei Mietwohneinheiten pro Doppelhaushälfte. Die Haushälften wurden um je eine Fensterachse seitlich verlängert für neue Treppenräume und Wohnräume. Doppelhäuser waren zu dieser Zeit als Bautyp außerhalb von Arbeitersiedlungen noch nicht sehr oft vertreten.

Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… Dem Wohnhaus kommt darüber hinaus eine besondere heimatgeschichtliche Bedeutung zu.“

Einzelnachweise

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