Christian Heinrich Ernst Freiherr von Ledebur (geb. 11. Januar 1739; gest. 10. Januar 1794 in Heyde) war ein preußischer Landrat, Domherr zu Minden, Drost zu Altena und Iserlohn, sowie märkischer Kammerpräsident zu Hamm.

Herkunft mini|hochkant|Stammwappen derer von Ledebur Christian Heinrich Ernst von Ledebur war Angehöriger des Adelsgeschlechts von Ledebur. Er war ein Sohn von Heinrich Plato Freiherr von Ledebur (1691–1751), preußischer Capitain, Drost und Domherr zu Minden, sowie Besitzer des Guts Mühlenburg im Amt Sparrenberg. Seine Mutter war Adelheid Johanna (1720–1755), geb. Gräfin von der Schulenburg aus dem Hause Hehlen. S. 374

Leben Von Ledebur lebte im Jahr 1766 auf seinem Gut Mühlenburg und war zu dieser Zeit Domherr in Minden. 1768 wurde er in der Nachfolge von Johann Ernst von Eller (1683–1767) zum Landrat der Grafschaft Ravensberg für die Ämter Ravensberg und Sparrenberg ernannt. Nachdem er 1771 Direktor der Kammerdeputation in Halle geworden war, folgte ihm Johann Heinrich Saverius von Vincke als Landrat in Ravensberg. Am 6. Februar 1774 kehrte er zurück in die Heimat und übernahm den Posten als Direktor der Kammerdeputation zu Hamm. Im Frühjahr 1777 bat er erstmalig um seinen Abschied, der jedoch zunächst von Friedrich II. mit der Bitte um Rücknahme abgelehnt wurde. Da auch eine persönliche Audienz in Potsdam ohne Ergebnis blieb, erneuerte von Ledebur sein Abschiedsgesuch im April 1781. Nachdem er von seinem Bekannten F. W. von der Schulenburg gedrängt worden war, blieb er letztlich doch in seinem Amt als Direktor der Kammerdeputation. Am 7. November 1787 wurde er zum Präsidenten der Märkischen Kriegs- und Domänenkammer ernannt. Am 16. Februar 1793 wurde er auf seinen eigenen Wunsch hin von seinem Dienst verabschiedet. Neuer Kammerpräsident wurde Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein.

Persönliches und Familie Christian Heinrich Ernst von Ledebur war seit 1783 Mitglied einer Loge. Er war Erbherr auf Mühlenburg, Krollage S. 14 und Figenburg. Er war seit dem 13. März 1761 mit Dorothea Metta Friederike (1743–1786), geb. Reichsfreiin von Schlitz gen. von Görtz und Wriesberg, verheiratet. S. 83 Die Kinder aus der ersten Ehe waren u. a.: Justus (1762–1831), verheiratet mit Dorothea (1770–1804), geb. von Rettenberg Ernst Friedrich August von Ledebur (1763–1833), Landrat der Grafschaft Ravensberg für die Ämter Sparrenberg und Ravensberg Carl Adolph Wilhelm (1772–1848), Regierungsrat Alexander Heinrich Friedrich Albrecht (1774–1850), verheiratet mit Wilhelmine Johanne Luise (1777–1860), geb. Freiin von Uslar-Gleichen Philipp Wilhelm Julius Ludwig (1776–1852), verheiratet mit Elisabeth Karoline (1789–1871), geb. von Elsner Eleonore Ernestine Juliane Marie (1783–1818), verheiratet mit Friedrich Wilhelm Christian Freiherr von Oheimb (1770–1848) In zweiter Ehe vermählte er sich mit Charlotte Dieterike Wilhelmine († 1799), geb. von Morrien zu Calbeck. Die Kinder aus dieser Ehe waren u. a.: Eleonore Ernestine Juliane Marianne Freiin von Ledebur (1793–1818) Karoline Dorothea (1796–1821), verheiratet mit Friedrich Wilhelm Christian Freiherr von Oheimb (1770–1848)

Die gesamte Nachkommenschaft wurde mittels Ordre vom 11. März 1848 in den Freiherrenstand erhoben. S. 269

Literatur

S. 435 ff. S. 192 S. 158; ISBN 978-3-75252-873-2 (Nachdruck der Originalausgabe von 1867) S. 348 S. 16

Weblinks

Einzelnachweise

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