mini|hochkant|Montgomery M. Taylor Montgomery Meigs Taylor (* 13. Oktober 1869 in Washington, D.C.; † 21. Oktober 1952 in Bethesda, Maryland) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Atlantikflotte, einer Vorgängerorganisation des United States Fleet Forces Command und der Asienflotte.

Leben Montgomery Taylor war ein Sohn von Joseph Hancock Taylor (1836–1885) und dessen Frau Mary Montgomery Meigs (1843–1930). Der Vater war Oberstleutnant in der United States Army und hatte zu Beginn seiner Laufbahn am Amerikanischen Bürgerkrieg teilgenommen. Außerdem war er ein Großneffe von Zachary Taylor (1784–1850), der vom 4. März 1849 bis zu seinem Tod am 6. Juli 1850 Präsident der Vereinigten Staaten war. Zudem war er ein Enkel von Montgomery C. Meigs (1816–1892), einem Brigadegeneral des US-Heeres, der unter anderem den gedanklichen Anstoß für den Nationalfriedhof Arlington gab.

Er besuchte die öffentlichen Schulen in Washington, D.C. Im Jahr 1890 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral. Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörte unter anderem das Naval War College in Newport, Rhode Island.

Militärische Laufbahn Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs diente er an Bord des Kreuzers USS Olympia, des Flaggschiffs des kommandierenden Admirals George Dewey. Dabei nahm er an der Schlacht in der Bucht von Manila teil. Im weiteren Verlauf war er als Kommandeur des Kanonenboots USS Pampanga am Philippinisch-Amerikanischen Krieg beteiligt.

In den Jahren 1903 bis 1905 kommandierte er den Zerstörer USS Hopkins. Das damals neue Schiff operierte zu dieser Zeit hauptsächlich in der Karibik. Nach einer kurzen Zeit als Kommandeur der 2. Torpedoflottille (2nd Torpedo Flotilla), die der Atlantikflotte unterstand, erhielt er im Jahr 1906 das Kommando über die USS Wabash, eine Fregatte, die bereits 1855 in Dienst gestellt wurde und im Jahr 1912 endgültig ausgemustert wurde. Taylor bekleidete dieses Kommando zwischen 1906 und 1908.

In der Folge wurde er Erster Offizier auf den Kreuzern USS Salem (bis 1909) und USS Milwaukee (bis 1910). Danach erhielt er das Kommando über das Kanonenboot USS Petrel, das er bis zum Jahr 1911 ausübte. Von 1911 bis 1913 war er Stabsoffizier auf der New Yorker Marinewerft. Anschließend hatte er bis zum Jahr 1915 den Oberbefehl über den Kreuzer USS Buffalo. Dieser operierte zwischenzeitlich vor der Küste von Mexiko und gehörte ansonsten zur Pazifikflotte. Nach dem Ende dieses Kommandos studierte Montgomery Taylor bis zum Jahr 1916 am Naval War College.

Als Nächstes erhielt er das Kommando über das Schlachtschiff USS Maine (BB-10). Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg im April 1917 wurde er zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO) versetzt, dem er bis Anfang 1918 angehörte. Dann erhielt er das Kommando über das Schlachtschiff USS Florida (BB-30). Dieses war im Nordatlantik zusammen mit der britischen Flotte eingesetzt. Für seine damaligen Leistungen wurde Taylor mit der Navy Distinguished Service Medal ausgezeichnet.

In den Jahren 1919 bis 1921 gehörte er der Fakultät des Naval War College an. Es folgten Aufgaben als Kommandeur des 15. Marinebezirks in Panama und danach im Marineministerium. Zwischenzeitlich kommandierte er die U-Boote der Atlantikflotte (Commander of all Atlantic submarines). Von 1925 bis 1927 leitete er die Stabsabteilung für Ausbildung im Marineministerium (Director of Fleet Training for the Navy Department from 1925-27). Anschließend kommandierte er die 3. Schlachtschiffdivision (Third Battleship Division).

Am 1. Juni 1927 übernahm er als Nachfolger von Ashley H. Robertson das Kommando über die amerikanische Atlantikflotte, die damals als Scouting Fleet bezeichnet wurde. Dabei handelt es sich um die Vorgängerorganisation des heutigen Fleet Forces Command. Dieses Amt bekleidete er bis zum 10. Juli 1928, als er von William C. Cole abgelöst wurde. Danach kehrte er zum Stab des CNO zurück, wo er bis 1931 dessen Stabsabteilung für Kriegsplanungen (War Plans Division) leitete. Im September 1931 erhielt er als Nachfolger von Charles B. McVay Jr. den Oberbefehl über die United States Asiatic Fleet. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum 18. August 1933, als Frank B. Upham seine Nachfolge antrat. Am 1. November 1933 schied er aus Altersgründen aus dem aktiven Militärdienst aus.

Von 1936 bis 1938 gehörte er als Zivilist der United States Maritime Commission an. Er starb nach längerer Krankheit am 21. Oktober 1952 im National Naval Medical Center in Bethesda und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Montgomery Taylor erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Navy Distinguished Service Medal World War I Victory Medal Philippine Campaign Medal Spanish Campaign Medal Dewey Medal

Weblinks

Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 12. März 2026) Artikel in der NY Times über Taylors Kommandoübernahme bei der Asiatischen Flotte (zuletzt abgerufen am 12. März 2026)

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