None But Lucifer entstand 1939 aus der Zusammenarbeit des vor allem als Herausgeber von Science-Fiction-Magazinen bekannten Horace L. Gold und Lyon Sprague de Camp. Die Geschichte erschien erstmals im September 1939 im Magazin Unknown.

Inhalt Die Geschichte handelt von einem „faustischen“ Pakt zwischen dem Protagonisten William Hale und Luzifer. Im New York zur Zeit der Großen Depression zu Beginn der 1930er stellt William Hale fest, dass die Welt, in der er lebt, in Wahrheit die Hölle ist. Durch eine Zeitungsanzeige an „Niemanden außer Luzifer“, gelingt es ihm, den Teufel auf sich aufmerksam zu machen. Dieser wird durch den unscheinbaren Geschäftsmann Alexander P. Johnson verkörpert. Hale verlangt von Johnson, ihn zum Partner bei der Verwaltung der Welt/Hölle zu machen – inklusive aller Vergünstigen wie Reichtum, Zauberkräfte und Unsterblichkeit. Luzifer ist einverstanden, und so teilen sich die beiden die Welt in zwei Hemisphären auf. Während William Amerika übernimmt, reist Luzifer/Johnson nach Europa und Asien. Doch schon bald muss William feststellen, dass seine neuen Fähigkeiten nicht nur Vorteile mit sich bringen. So muss er die Erfahrung machen, dass bei der Verwendung von Zaubersprüchen Vorsicht geboten ist, denn diese gehen wortgetreu in Erfüllung, was letztlich aber nicht immer dem entspricht, was William sich vorgestellt hat. Dafür gibt er Johnson die Schuld, obwohl dieser ihn ausdrücklich vor der Anwendung voreiliger Bannsprüche gewarnt hatte. William beschließt, den Kampf gegen Luzifer aufzunehmen. Entgegen seines Auftrags, die Menschen leiden zu lassen, möchte er aus der Welt ein Paradies machen, indem er die Menschen in seinem Einflussgebiet mit grenzenlosem Optimismus versieht. Zunächst scheint die Rechnung aufzugehen und es kommt in seiner Hemisphäre zu einem gewaltigen Wirtschaftsaufschwung und zum Wohlstand für alle. Zu spät muss William erkennen, dass er mit seiner Aktion Luzifer in die Karten gespielt hat und der Absturz der Wirtschaft zwangsläufig kommen muss. Letztlich gibt Luzifer/Johnson zu, dass es von Anfang an sein Plan war, William die Herrschaft zu übergeben. Nachdem Luzifer somit einen würdigen Nachfolger gefunden hat, kann er die Welt/Hölle verlassen und in eine neue Daseinsform übergehen, während es nun an William ist, die Hölle zu verwalten und seinerseits einen geeigneten Nachfolger zu suchen, was ihm nach Luzifers Meinung nicht leicht fallen wird.

Entstehung Der Chefredakteurs des 1939 gegründeten SF-Magazins Unknown John W. Campbell war mit dem von H. L. Gold eingereichten Manuskript unzufrieden und zog De Camp hinzu, um die Geschichte für die Veröffentlichung zu retten. De Camp überarbeitete den Roman grundlegend, und so konnte None but Lucifer in der Septemberausgabe desselben Jahres erscheinen.

Rezeption Für den Kritiker Don D’Ammassa war es „nicht vorstellbar, dass das Werk so lange in Vergessenheit geraten konnte, auch wenn es nach heutigen Maßstäben etwas veraltet wirkt.“ Er nennt es „einen echten Genuss, auch wenn es ein paar Macken hat.“

Original: „[…] can't imagine how it was left in obscurity for so long, even if it does seem a bit dated by contemporary standards. […] a real treat even if it does have a few cobwebs.“

Ausgaben Nach der Erstveröffentlichung im Jahr 1939 erschien der Roman zwischen März und Juli 1994 nochmals im Magazin Galaxy Science Fiction als Fortsetzungsgeschichte in drei Teilen. Zwischen 1950 und 1961 war Horace L. Gold der erste Herausgeber dieses Magazins. Nach der Einstellung im Jahre 1980 versuchte E.J. Gold, der Sohn von Horace, ab 1994 die Zeitschrift wieder zu beleben, wozu er neben anderen bereits erschienen Geschichten auch None But Lucifer erneut veröffentlichte.

Obwohl es sich um den Debütroman von De Camp und den einzigen Roman von H. L. Gold, der ansonsten nur Kurzgeschichten schrieb, handelt, erschien der Roman erst 2002 als Taschenbuch im Verlag Gateways Retro Science Fiction. Das Umschlagbild zu dieser Ausgabe gestaltete E.J. Gold.

Eine deutsche Übersetzung existiert nicht.

Unknown, September 1939 (Erstveröffentlichung) Galaxy Science Fiction, März – Juli 1994 Gateways Retro Science Fiction, November 2002 (Taschenbuch), ISBN 978-0-89556-128-2 Weblinks None But Lucifer in der Internet Speculative Fiction Database (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch)

Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten)