mini|hochkant|Hassan Chomeini (2025)
Hassan Mostafavi Chomeini (; * 23. Juli 1972 in Ghom, Iran) ist ein iranischer schiitischer Geistlicher und Politiker. Seit 1995 ist er der Pfleger des Chomeini-Mausoleums.
Leben und Karriere Chomeini wurde am 23. Juli 1972 in Ghom, Iran, geboren. Er ist der Sohn des schiitischen Geistlichen Ahmad Chomeini und Fatemeh Tabatabai. Sein Großvater väterlicherseits, Ruhollah Chomeini, war der Gründer der Islamischen Republik Iran und war von 1979 bis 1989 Oberster Führer. Er ist mit Neda Bojnourdi verheiratet und hat drei Kinder.
Von 1989 bis 1993 studierte er an einer Madrasa. Nach dem Tod seines Vaters Ahmad Chomeini im Jahr 1995 wurde er Pfleger des Chomeini-Mausoleums. Chomeini war außerdem als Dozent an der Theologischen Hochschule von Ghom tätig. Im Jahr 2006 traf sich Chomeini mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und dem Generalsekretär der Hisbollah Hassan Nasrallah.
Im Jahr 2008 kritisierte er die Einmischung des Streitkräfte der Islamischen Republik Iran in die iranische Politik. Chomeini ist ein politischer Gegner von Mahmud Ahmadineschad, der er im Jahr 2009 Korruption beschuldigte. Bei der Präsidentschaftswahl im Iran 2009 unterstützte Chomeini Mir Hossein Mussawi. Bei der Wahl erhielt Mussawi 13.338.121 Stimmen (34,2 %) und Ahmadinedschad wurde als Präsident wiedergewählt. Am 9. Dezember 2015 kündigte Chomeini an, bei der Wahl 2016 für den Expertenrat zu kandidieren. Am 10. Februar 2016 wurde seine Kandidatur vom Wächterrat abgelehnt. Bei der Präsidentschaftswahl im Iran 2021 war Chomeini ein potenzieller Kandidat, aber er kandidierte nicht. Am 31. Mai 2023 wurde ein Journalist von Chomeinis Leibwächtern geschlagen, als er versuchte, Chomeini und Mohammad Chatami im Hauptsitz der Zeitung Ettelā'āt zu fotografieren. Nach öffentlicher Kritik entschuldigte sich Chomeini bei dem Journalisten.
Während der Proteste im Iran 2025/2026 bezeichnete Chomeini die Proteste als Terrorismus und beschuldigte ausländische Länder, sie zu organisieren. Er kritisierte außerdem US-Präsident Donald Trump für die Missachtung der Menschenrechte. Nach dem Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei am 1. März 2026 galt Chomeini als potenzieller Nachfolger als Oberster Führer. Am 8. März wurde Modschtaba Chamenei vom Expertenrat zum neuen Obersten Führer gewählt.
Einzelnachweise
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