Der Lielibach ist ein etwa sieben Kilometer langer, sehr steiler Wildbach im Kanton Nidwalden, der bei Beckenried in den Vierwaldstättersee mündet. Er entwässert einen Bereich im Hochgebirge der Urner Alpen in der Schweiz und gehört zum Flusssystem der Reuss.
Geographie Verlauf Der Quellbach des Lielibachs hat den Namen Stafelbach. Er entspringt auf im Gebiet der Tourismusstation Klewenalp auf der Alpweide Stafel beim Bergsattel zwischen dem Schwalmis und dem Klewenstock. In seiner Nähe beginnt auch der Lauf des Choltalbachs, der die Gebirgslandschaft östlich der Klewenalp entwässert. Der Stafelbach fliesst gut einen Kilometer in westlicher Richtung in einem steilen, bewaldeten Bachgraben und vereint sich im Weidegebiet Rieteri mit dem ca. 1,3 Kilometer langen Fellbach, der auf in der Alpweide Ober Büel entspringt, ebenfalls sehr steil über den Berghang nördlich der Krete Scheidegg herunterfliesst und von links in den Stafelbach mündet.
Von Rieteri aus wird das Gewässer Lielibach genannt. Dieser fliesst durch das tiefe Tal zwischen der Musenalp und dem Bachscheitistock einen Kilometer weit gegen Nordwesten und dann im Gebiet Graben am Beckenrieder Berg drei Kilometer weit gegen Norden, bis er bei Hinteregg auf das offene Kulturland bei der Ortschaft Beckenried erreicht. Der Graben ist eine tiefe Erosionsrinne zwischen hohen Klippen einer Bergreihe der helvetischen Decken. Im tiefen, steil gegen Norden fallenden Kerbtal ist der wegen Hochwassern und Murgängen gefürchtete Wildbach mit zahlreichen Mauern, Sohlschwellen und grossen Geschiebesammlern massiv verbaut. Das neue kommunale Hochwasserschutzprojekt «Lielibach» wird mit einem Aufwand von 37 Millionen Schweizer Franken realisiert und dauert bis 2027.
In seinem Unterlauf überquert der Lielibach noch rund einen Kilometer weit mit weniger Gefälle in einem Hochwasserschutzkanal den weiten Bachschuttkegel, den er über Jahrtausende, seit dem Ende der letzten Eiszeit, am Ufer des Vierwaldstättersees gebildet hat und auf dem einige Ortsteile von Beckenried liegen. In diesem Abschnitt unterquert der Bach die Autobahn A2 und die Hauptstrasse 377.
Einzugsgebiet Das 10,23 km² grosse Einzugsgebiet des Lielibachs liegt in den Urner Alpen und wird über die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 38,4 % aus bestockter Fläche, zu 49,4 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 3,3 % aus Siedlungsfläche und zu 8,9 % aus unproduktiven Flächen.
Flächenverteilung
Die mittlere Höhe beträgt und der höchste Punkt ist der Risetenstock mit einer Höhe von im Südosten des Einzugsgebietes.
Zuflüsse Stafelbach Talbach (links) Fellbach (links) Lielibach Stutzbach (links) Bachscheitibach (rechts) Rietenbach (links) Grabenbach (rechts) Moosbach (links) Berg-Studibach (rechts) Dürrentöbeli (links)
Hydrologie Bei der Mündung des Lielibachs in den Vierwaldstättersee beträgt die modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 0,74 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nivo-pluvial préalpin Abrufbar unter und seine AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 20.
Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Reuss
Weblinks
Verlauf des Lielibachs auf dem GIS Kanton Nidwalden Lielibach auf schweizerfluss.ch
Einzelnachweise
Kategorie:Beckenried